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24 Stunden von Le Mans
Porsche peilt Sieg-Hattrick im Traditionsrennen an

24 Stunden von Le Mans: Porsche peilt Sieg-Hattrick
Porsche 919 Hybrid Fahrer Neel Jani beim zweiten Oualifying. FOTO: dpa, zeus nic
Le Mans. Autobauer Porsche peilt bei den legendären 24 Stunden von Le Mans den Sieg-Hattrick an. Bei der 85. Auflage des Traditionsrennens (Samstag, 15.00 Uhr/Eurosport) wird sich der Titelverteidiger mit Toyota in der Königsklasse LMP1 ein Duell um den Sieg liefern.

Audi, das Le Mans in den vergangenen zwei Dekaden geprägt hat wie kein anderer Hersteller, hatte sich 2016 hingegen zurückgezogen.

Und so erwartet die wohl mehr als 200.000 Zuschauer entlang des 13,629 km langen Kurses an der Sarthe bei diesem Mythos von einem Rennen ein Zweikampf zwischen Porsche und Toyota um den Gesamtsieg. Nach dem Last-Minute-Sieg im Vorjahr will die Traditionsmarke aber nicht zu weit vorpreschen.

"Le Mans 2017 wird ein extrem hartes Rennen", sagte Projektleiter Fritz Enzinger: "Der härteste Gegner in Le Mans ist und bleibt das Rennen selbst. Den Respekt vor diesen über 5000 km bei Tag und bei Nacht mit oft wechselnden Wetterbedingungen und Geschwindigkeiten von über 330 km/h im permanenten Überrundungsverkehr darf man nie verlieren. Es gibt keine Garantien, es kann immer alles passieren."

Wie 2016, als Toyota ein Drama erlebte und in Führung liegend in der letzten Runde ausschied. "Nach dem Geschehen im Vorjahr, geben alle im Team Gas um bereit für diese Herausforderung zu sein", sagte Pilot Kamui Kobayashi. Experten sehen die Japaner in diesem Jahr in der Favoritenrolle.

Prominentester Fahrer auf dem "Circuit de la Sarthe", der zu zwei Drittel der Strecke aus ganz normalen öffentlichen französischen Landstraßen besteht, ist Rubens Barrichello (LMP2-Klasse). Der Brasilianer fuhr in der Formel 1 unter anderem für Ferrari an der Seite von Rekordweltmeister Michael Schumacher, 2002 und 2004 wurde er Vizeweltmeister. Nico Hülkenberg, der 2015 mit Porsche gewonnen hatte, startet nicht. Insgesamt fahren in Le Mans 60 Autos, gesteuert von 180 Piloten.

Nachdem die parallele Austragung des Grand Prix von Aserbaidschan in der Formel 1 zu Le Mans 2016 für erheblichen Unmut in der Motorsportwelt gesorgt hatte, bekommt der Klassiker in der französischen Provinz diesmal die ungeteilte Aufmerksamkeit der PS-Fans. Sebastian Vettel und Co. fahren erst nächste Woche in Baku.

(sid)
 
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