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BMW dominiert in Spielberg
Glock verpasst das Treppchen - Start-Ziel-Sieg für Wittmann

BMW dominiert in Spielberg: Glock verpasst das Treppchen - Start-Ziel-Sieg für Wittmann
Der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock verpasste beim DTM-Rennen im österreichischen Spielberg das Treppchen. FOTO: dpa, jew jai nic hak
Spielberg. Marco Wittmann hat bei der eindrucksvollen Machtdemonstration von BMW einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert. Der Ex-Champion aus Markt Erlbach gewann das dritte DTM-Rennen im österreichischen Spielberg vor seinem Markenkollegen Tom Blomqvist (Großbritannien) und dem Italiener Edoardo Mortara im Audi.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock (BMW/Wersau) verpasste das Treppchen als Vierter nur knapp - insgesamt landeten gleich sechs BMW in den Top Ten.

"Das ist ein perfektes Ergebnis, von der Pole zum Sieg. Was will man mehr?", sagte der überglückliche Wittmann nach seinem sechsten DTM-Sieg in der ARD: "Ich habe versucht, meine Verfolger auf Distanz zu halten und das Rennen zu kontrollieren. Das hat gut geklappt." Auch Mortara war mit seiner Podiumsplatzierung "super zufrieden. Mehr war nicht drin, die BMW vorne waren einfach zu schnell", sagte er.

Vor dem DTM-Rennen hatte sich auf dem Red Bull Ring in der Formel 3 ein schwerer Unfall ereignet. Dabei war der chinesische Pilot Cong Zhi Li mit hohem Tempo in das Heck seines US-Teamkollegen Ryan Tveter gekracht und mitsamt dem Fahrzeug meterhoch durch die Luft geschleudert worden. Nach Informationen der Veranstalter war Cong nach dem Unfall bei Bewusstsein und ansprechbar, der 22-Jährige wurde mit Verletzungen an Kopf und Rücken mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen.

Einige Stunden später lieferte Wittmann, Meister von 2014, ein fehlerfreies Rennen ab und verteidigte seinen knappen Vorsprung vor Blomqvist (0,726 Sekunden zurück) und Mortara (1,251) souverän. "Mit den beiden im Nacken war es immer wieder eng - gerade hinten raus auf der Geraden. Aber das Auto lief super, und ich habe mir immer wieder ein paar Zehntel herausgefahren", sagte Wittmann.

Die Münchner hatten bereits das Qualifying dominiert und daraufhin Zusatzgewichte erhalten. Von diesem Nachteil merkte man im Rennen aber kaum etwas, einzig Audi-Pilot Mortara hielt gut mit und verhinderte ein reines BMW-Podium. Dagegen erlebte Mercedes nach dem schlechten Qualifying auch im Rennen eine Enttäuschung. Als noch bester Mercedes-Fahrer landete der ehemalige Formel-1-Pilot Paul Di Resta (Großbritannien), vor zwei Wochen noch Sieger des zweiten Rennens beim Saisonstart in Hockenheim, auf Rang sieben.

Ob sich an der BMW-Dominanz in Spielberg beim zweiten Rennen am Sonntag (15.13 Uhr/ARD) etwas ändert, wird sich beim Qualifying (12.50 Uhr/Einsfestival) zeigen. Auch dort fahren die BMW (1117,5 kg) mit einem höheren Grundgewicht als Audi und Mercedes (beide 1115 kg) und sind daher im Rennen gegen die Uhr benachteiligt. In Spielberg kommt dem Qualifying eine noch höhere Bedeutung zu als auf anderen Strecken - bei acht der bislang zehn DTM-Rennen auf dem Red Bull Ring siegte der Pole-Setter.

(dpa)
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