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Motorsport
Alonso hat auch bei Indy 500 Pech

Fernando Alonso hat auch beim legendären Indy 500 2017 Pech
Fernando Alonso muss zu Fuß zurück in die Box. FOTO: ap, MC DC
Indianapolis. Der Ausflug des leidgeplagten zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Fernando Alonso zum legendären Indy 500 hätte bitterer kaum enden können. Der 35 Jahre alte Spanier musste seinen Rennwagen am Sonntag im letzten Rennviertel am Streckenrand des berühmten Ovals abstellen. 

Rauch stieg aus seinem Auto, der Honda-Motor ließ Alonso im Stich. In aller Seelenruhe rollte er aus, schaltete den orangenen Andretti-Wagen ab und klappte das Visier nach oben. "Es ist sehr schade. Ich denke, wir hätten ein gutes Ergebnis verdient gehabt", sagte Alonso, der den Tag bis zu seinem technischen K.o. vollauf genossen hatte: "Das war eine der besten Erfahrungen in meiner Karriere. Ich bin gegen die Besten im Oval gefahren, ich konnte mit ihnen mithalten. Wenn ich wiederkomme, dann bin ich schlauer, als ich es jetzt war."

Den Sieg bei der 101. Auflage sicherte sich der 40-jährige Japaner Takuma Sato in einem dramatischen Finale.

Sato feiert mit Milchdusche FOTO: afp

Zwischenzeitig hatte der von Rang fünf gestartete Alonso das Feld sogar angeführt, als ein schwerer Unfall des Neuseeländers Scott Dixon eine Unterbrechung verursachte. Dixon kollidierte nach gut einem Viertel der 200 Runden mit dem Engländer Jay Howard, nachdem dieser die Kontrolle über seinen Rennwagen verloren und die Mauer berührt hatte.

Dixon konnte Howard nicht mehr ausweichen, wurde in die Luft katapultiert und überschlug sich. Beim Aufprall auf der Begrenzungsmauer wurde Dixons Fahrzeug auseinandergerissen. Dixon und Howard konnten aus eigener Kraft ihre Fahrzeuge verlassen. Der Unfall führte zu einer Unterbrechung, nachdem eine Beschädigung in der Schutzmauer festgestellt wurde.

Alonsos Ausflug zum Indy 500 war zur großen Hoffnung für den Spanier geworden, der in dieser Formel-1-Saison zwei Rennen nicht beenden und eines erst gar nicht beginnen konnte. Der Honda-Motor im McLaren machte immer wieder große Probleme. Umso größer waren die Freude bei Alonso und auch der PR-Coup für das ehemalige Traditions-Team, den Spanier in Indianapolis antreten zu lassen.

(dpa/sid)
 
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