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Motorrad-WM
Folger fehlen am Sachsenring Zentimeter zum Sieg

Folger feiert Platz zwei auf dem Sachsenring
Folger feiert Platz zwei auf dem Sachsenring FOTO: afp, Robert MICHAEL
Motorrad-Pilot Jonas Folger hat beim Heimrennen auf dem Sachsenring den Sieg um wenige Zentimeter verpasst. Der 22-Jährige musste sich beim Großen Preis von Deutschland in der Moto2 im Fotofinish seinem künftigen Teamkollegen Johann Zarco aus Frankreich geschlagen geben.

Es ist das beste deutsche Ergebnis auf dem Traditionskurs seit dem Moto3-Triumph von Sandro Cortese vor vier Jahren. "Es war richtig eng. Einen Moment lang habe ich gedacht, ich gewinne. Aber ich bin trotzdem glücklich", sagte Folger nach dem dritten Podiumsplatz der Saison. In Argentinien war der viermalige Grand-Prix-Sieger Dritter geworden, in Jerez/Spanien Zweiter.

Cortese raus, Schrötter gestürzt

Folger (Tordera/Spanien) kam als einziger deutscher Fahrer ins Ziel. Teamkollege Cortese (Berkheim) schied kurz vor Schluss aus, Marcel Schrötter (Tordera) stürzte bereits nach vier Runden auf Platz vier liegend.

Nach zuletzt schwachen Leistungen und einem verpatzten Qualifying (13.) kämpfte sich Folger schnell nach vorn und führte das Feld mehrere Runden an. Zarco, an dessen Seite der Oberbayer in der neuen Saison beim MotoGP-Team Tech3-Yamaha fahren wird, zog wieder vorbei. Folger überholte Zarco kurz vor dem Ziel, doch der Franzose schlug wieder zurück und siegte hauchdünn.

Für Folger war es beim achten Start auf dem Sachsenring das erste Top-3-Ergebnis. Sein bislang bestes Resultat stammt aus 2011, als er bei den 125ern Siebter wurde.

Márquez bleibt das Maß der Dinge

Marc Márquez ist auf dem Sachsenring einfach nicht zu schlagen. Der spanische MotoGP-Pilot gewann den Großen Preis von Deutschland nach einer taktischen Glanzleistung und baute seine fast unheimliche Siegesserie aus. Der Honda-Pilot hat seit 2010 bei jedem Start auf dem Kurs gewonnen - einmal bei den 125ern, zweimal in der Moto2 und jetzt viermal in der MotoGP.

Stefan Bradl (Zahling) konnte beim Heimrennen nicht an den Start gehen. Bei einem Sturz im Warm-up am Vormittag zog sich der 26-Jährige eine Gehirnerschütterung zu und musste im Klinikum Chemnitz untersucht werden. Im Vorjahr war Bradl wegen eines Kahnbeinbruchs zu Hause nur Zuschauer.

Das letzte Rennen vor der Sommerpause wurde auf nassem Asphalt gestartet. Márquez entschied sich als erster der Topfahrer für den Wechsel auf Trockenreifen, als die Verhältnisse besser wurden und siegte überlegen. Dazu baute der viermalige Weltmeister seine Führung im Klassement weiter aus.

Hinter Márquez kamen der Brite Cal Crutchlow (Honda) und Andrea Dovizioso aus Italien (Ducati) ins Ziel. Weltmeister Jorge Lorenzo (Spanien/Yamaha) holte als 15. nur einen Punkt.

Öttl verpasst die Punkteränge

Motorrad-Pilot Philipp Öttl (Ainring) ist derweil beim verregneten Großen Preis von Deutschland der Moto3 an den Punkterängen vorbeigefahren. Der 20-Jährige belegte  den 17. Platz, nur die ersten 15 werden mit Zählern für das WM-Klassement belohnt.

Am besten kam Khairul Idham Pawi aus Malaysia mit den schwierigen Bedingungen zurecht und feierte nach seinem Coup in Argentinien den zweiten Saisonsieg. Der 20. des Qualifyings gewann mit großem Vorsprung vor Andrea Locatelli und Pole-Setter Enea Bastianini (beide Italien).

Öttl, vom 19. Startplatz ins Rennen gegangen, wurde schnell bis auf Position 28 durchgereicht und profitierte dann von vielen Stürzen. Auf dem nassen Asphalt fielen die Piloten reihenweise aus, nur 23 von 32 Fahrern kamen ins Ziel. Die beiden deutschen Wildcard-Starter Max Kappler (Oberlungwitz/19.) und Tim Georgi (Berlin/21.) gehörten dazu.

(can/sid)
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