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Motorrad-WM
Folger in Jerez guter Achter – Pedrosa holt ersten Saisonsieg

Jonas Folger – Motorrad-Talent und Grand-Prix-Sieger
Jonas Folger – Motorrad-Talent und Grand-Prix-Sieger FOTO: AP
Jerez de la Frontera. Neuling Jonas Folger hat in der MotoGP sein drittes Top-10-Ergebnis geholt. Beim Großen Motorrad-Preis von Spanien in Jerez wurde der 23-Jährige aus Mühldorf am Inn Achter, eine bessere Platzierung war Folger auf seiner Yamaha bislang nur in Argentinien gelungen (6.).

Jonas Folger lächelte spitzbübisch, als er auf sein Überholmanöver gegen Superstar Valentino Rossi angesprochen wurde. "Das war aufregend, auch für mich", sagte der MotoGP-Neuling nach dem Großen Preis von Spanien. Folger war stolz, dass er die Schwäche des Italieners hatte nutzen können, "ich habe gemerkt, dass Vale Probleme hatte."

Der 23-Jährige aus Mühldorf am Inn überzeugte auch beim Auftakt in Europa, als Achter fuhr der Yamaha-Pilot über die Ziellinie. "Es war ein unglaublich langes Rennen", sagte Folger bei Eurosport, sichtlich erschöpft von den hohen Temperaturen. Im vierten Rennen gab es das dritte Top-10-Ergebnis, eine bessere Platzierung war Folger bislang nur in Argentinien gelungen (6.).

Beim 3000. WM-Lauf seit der Premiere im Sommer 1949 feierte Dani Pedrosa den ersten Saisonsieg. Der Spanier verwies seine Landsleute Marc Márquez (beide Honda) und Jorge Lorenzo (Ducati) auf die Plätze zwei und drei. Lorenzo schaffte es erstmals seit seinem Wechsel zu den Italienern auf das Podium.

Folger überholt Superstar Rossi

Folger, Neunter des Qualifyings, verlor nach einem Fahrfehler in der ersten Runde einige Positionen und rückte in die Top 10 vor, weil vier vor ihm liegende Konkurrenten ausschieden. Danach kassierte er den Italiener Rossi, verlor das Stallduell gegen Johann Zarco jedoch erneut - der Franzose wurde Vierter.

Rossi, am Ende Zehnter, führt im Klassement mit 62 Punkten nur noch knapp vor seinem Teamkollegen Maverick Vinales (Spanien/60) und Márquez (58). Folger (29) ist Achter.

Marcel Schrötter sorgte für das Glanzlicht in der Moto2. Der 24-Jährige aus Vilgertshofen holte Rang sechs und damit sein bislang bestes Saisonergebnis. Teamkollege Sandro Cortese (Berkheim/27) schied dagegen auf seiner Suter aus. "Es war extrem schwierig, auch körperlich. Ich habe wieder mit dem rechten Arm zu kämpfen gehabt", so Schrötter.

Franco Morbidelli aus Italien, Gewinner der ersten drei Rennen des Jahres, musste nach einem Sturz in Führungsposition aufgeben und mitansehen, wie sein spanischer Teamkollege Alex Márquez (beide Kalex) den ersten Sieg seit dem Aufstieg in die Moto2 feierte.

Als das Moto3-Rennen begann, war Philipp Öttl schon auf dem Weg in die Heimat. Der 21-Jährige aus Ainring war am Samstag im Qualifying schwer gestürzt und hatte sich einen dreifachen Bruch des linken Schlüsselbeins und einen Riss im linken Schulterblatt zugezogen. Noch am Sonntag oder am Montag wird sich Öttl in Salzburg einem Eingriff unterziehen.

"Der Riss muss nach aktuellem Stand nicht operiert werden, es betrifft nur das Schlüsselbein. Es kommt eine Platte rein", sagte Peter Öttl, Vater und Teamchef des KTM-Fahrers, dem Fachportal speedweek.com: "Es war ein arger Sturz, etwa bei 180 km/h."

In Abwesenheit von Öttl feierte Lokalmatador Arón Canet seinen ersten Sieg in der WM. Der Honda-Pilot gewann vor Romano Fenati (Italien/KTM) und Joan Mir (Spanien/Honda), der die Führung im Klassement behauptete. Auch beim nächsten Rennen in Le Mans/Frankreich (21. Mai) wird Öttl nicht fahren können.

(sid)
 
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