| 15.17 Uhr

Motorrad-EM in Le Mans
Folger scheidet nach Sturz aus – Bradl wird Achter

Jonas Folger scheidet nach Sturz in Runde zwei aus
Enttäuschung für Jonas Folger in Le Mans. FOTO: dpa, el sam
Le Mans. Drei Tage nach der Unterschrift unter seinen ersten MotoGP-Vertrag hat Jonas Folger eine schwere Enttäuschung erlebt. Beim Großen Preis von Frankreich stürzte der 22-Jährige in der zweiten Runde des Moto2-Rennens und konnte nicht weiterfahren. Folger lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz neun.

Folger, der im spanischen Tordera lebt, hatte am Donnerstag einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison beim französischen Team Tech3-Yamaha unterzeichnet und steigt 2017 in die Königsklasse auf. Der Oberbayer hat in seiner Motorrad-Karriere bislang vier Grand-Prix-Siege geholt.

Als einzig verbliebener deutscher Pilot belegte Folgers Mitbewohner Marcel Schrötter in Le Mans den 14. Platz und holte zwei Punkte. Sandro Cortese, Folgers Teamkollege beim deutschen Rennstall Intact GP, war am Freitag wegen Knieproblemen abgereist.

Alex Rins (Spanien) holte seinen zweiten Saisonsieg und entriss Sam Lowes (Großbritannien) die Spitzenposition im Gesamtklassement. Das Podium komplettierten der Italiener Simone Corsi und Tom Lüthi aus der Schweiz. Lowes wurde Sechster.

Bradl mit gutem Rennen in der MotoGP

Titelverteidiger Jorge Lorenzo ist wieder WM-Spitzenreiter in der MotoGP. Beim Motorrad-Grand-Prix von Frankreich in Le Mans kam der spanische Yamaha-Pilot am Sonntag zu seinem zweiten Saisonsieg. Er verwies seinen Teamkollegen Valentino Rossi aus Italien auf Platz zwei. Dritter wurde der Spanier Maverick Vinales auf Suzuki.

Ein starkes Rennen fuhr erneut Stefan Bradl. Der Aprilia-Pilot erreichte als Zehnter zum dritten Mal in dieser Saison ein Top-Ten-Ergebnis. Von den 21 gestarteten Fahrern erreichten nur 13 das Ziel, so dass selbst der gestürzte und überrundete Marc Marquez aus Spanien noch WM-Punkte sammelte

Öttl bricht sich das Handgelenk

Wie Folger erging es auch Philipp Öttl (Ainring) in der Moto3. Der 20 Jahre alte KTM-Pilot im Moto3-Rennen nach wenigen Runden und musste aufgeben. Damit ging er zum ersten Mal in dieser Saison leer aus.

Öttl, der zuvor bei jedem Rennen in diesem Jahr in die Punkte gefahren war, hatte am Samstag im Qualifying nur Platz 18 belegt. Im Grand Prix fiel der WM-Zehnte (27 Punkte) schon in der ersten Runde des Grand Prix bis auf Position 23 zurück, ehe sein Missgeschick in der letzten Kurve des Kurses seinen Renntag vorzeitig beendete.

Nachdem die Rennleitung zunächst Entwarnung gegeben hatte, teilte Teamchef und Vater Peter Öttl später mit, dass sich sein Sohn das rechte Handgelenk gebrochen habe. "Er hatte einen Highsider in der Zielkurve. Die erste Diagnose war, dass sein rechtes Handgelenk gebrochen ist. Das bestätigte sich nach den Röntgen-Aufnahmen", sagte Peter Öttl. Er soll bereits am Montag in München operiert werden. Ob Öttl in zwei Wochen in Mugello starten kann, ist ungewiss. 

Der Südarikaner Brad Binder feierte nach dem Triumph in Jerez/Spanien seinen zweiten Sieg in Folge und baute die Führung im WM-Klassement aus. Der KTM-Fahrer gewann vor seinem italienischen Markenkollegen Romano Fenati und Jorge Navarro aus Spanien (Honda). Binder liegt in der WM-Wertung mit 102 Punkten vor Navarro (78) sowie Fenati (67).

(sid)
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