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Erste Saison in der Formel 4
Mick Schumacher tritt in die Fußstapfen der deutschen Weltmeister

Fotos: Mick Schumacher testet in Oschersleben
Fotos: Mick Schumacher testet in Oschersleben FOTO: afp, ej
Es wird ernst für Mick Schumacher. Am Freitag startet der 16 Jahre alte Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher in seine erste Saison in der Formel 4.

Mick Schumacher weiß, was auf ihn zukommt. Der 16 Jahre alte Sohn von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher tritt mit seinem Start ab Freitag in der ADAC Formel 4 in die Fußstapfen seines legendären Vaters und dessen Nachfolgers Sebastian Vettel.

Der viermalige Champion wird als Schirmherr der neuen Rennserie die Entwicklung von Mick ganz genau beobachten, weiß aber auch um die "gewisse Extralast" des Namens Schumacher. Zumal "der Umstieg vom Kart in ein Formel-Auto schon schwer genug" sei.

Trotzdem traut Vettel Schumacher und Co. einiges zu. "Ich werde die Meisterschaft mit Spannung verfolgen, die Jungens werden auf hohem Niveau Rennen fahren, und ich bin mir sicher, später auch einige in der Formel 1 wiederzusehen", so der Heppenheimer, der sich mit seinem Engagement bei Ferrari gerade seinen Kindheitstraum erfüllt. "Ich erinnere mich noch gut an die Anfangsjahre meiner Formel-Karriere, in denen ich dem ADAC viel zu verdanken hatte. Das war eine tolle, aber auch wichtige Zeit, um als Rennfahrer zu reifen", so Vettel.

Fakten zur Formel 4

In Oschersleben stehen die ersten drei von insgesamt 24 Rennen am Samstag (12.00 Uhr/Sport1) sowie am Sonntag (9.35 Uhr/Sport1+ und 15.20 Uhr/Sport1) auf dem Programm. Die Konkurrenz für Schumacher ist groß, 38 Fahrer werden in Oschersleben am Start sein.

Schumacher startet für das niederländische Team Van Amersfoort, für das auch der 16-jährige Harrison Newey, Sohn von Michael Schumachers langjährigem Rennwagen-Konstrukteur Adrian Newey, im Einsatz sein wird.

Bei der Talentschmiede ist man von den Qualitäten Schumachers überzeugt. "Wir sind alle zufrieden, wie es läuft. Mick macht wenig Fehler. Das Talent stimmt, die Vorbereitung stimmt, die Intelligenz stimmt. Das Paket sieht also gut aus", sagte Geschäftsführer Rob Niessink der Bild-Zeitung. Man sei "sehr stolz darauf, dass so ein großer Name bei uns ist", aber "der Name allein bringt uns keine Punkte. Dafür müssen wir alle hart arbeiten."

Fotos: Mick Schumacher – Sohn und Formel-4-Fahrer FOTO: dpa, fve fpt nic

Den (medialen) Ball flach halten will vor allem Schumachers Managerin Sabine Kehm. "Ich möchte gerne dafür werben, die Erwartungen an Mick nicht allzu hoch zu schrauben", sagt sie: "Es ist sein Einstiegsjahr in den Formel-Sport, alles ist neu für ihn, er muss so viel lernen." Im Vergleich zu seinem bisherigen Gefährt muss der Kart-Vizeweltmeister und Europameister von 2014 rund 100 Kilo mehr Gewicht und 130 PS mehr Leistung beherrschen.

Trotzdem ist sich nicht nur der dreimalige Weltmeister Niki Lauda sicher: "Die Öffentlichkeit wird dank seines Vaters natürlich nur auf ihn schauen. Das ist für ihn eine riesige Belastung", so der Österreicher.

Neben der Formel 4 startet auch das ADAC GT Masters in die Saison. Die ersten beiden Rennen der "Liga der Supersportwagen" finden am Samstag und Sonntag (jeweils 13.15 Uhr/Sport1) in Oschersleben statt.

(sid)
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