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Moto2
Folger und Cortese überzeugen bei Zarcos WM-Party

Moto2: Jonas Folger und Sandro Cortese überzeugen
Sieger Johann Zarco (Mitte) stößt mit Jonas Folger (l.) und Sandro Cortese an. FOTO: ap
Beim Großen Preis von Japan standen die Moto2-Piloten Jonas Folger und Sandro Cortese erstmals seit drei Jahren wieder gemeinsam auf dem Podest. In der kommenden Saison soll sich dieses Szenario wiederholen - dann im gleichen Team.

Jonas Folger setzte auf der Zielgeraden zum Wheelie an, Sandro Cortese schüttelte den Kopf und brüllte seine pure Freude in den Helm: Bei der großen WM-Party des neuen Moto2-Champions Johann Zarco wurde auch den deutschen Motorrad-Hoffnungsträgern eine Hauptrolle zuteil. Mit dem zweiten und dritten Platz am Sonntag beim Großen Preis von Japan sorgte das talentierte Duo für einen Paukenschlag - und weckte zugleich Hoffnungen auf eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunft.

"Es gibt nichts Schöneres. Ich hätte nichts dagegen, wenn es im nächsten Jahr öfter so aussieht", sagte nach Platz drei ein sichtlich zufriedener Cortese bei speedweek.com. Drei Jahre hatten Folger und Cortese auf einen gemeinsamen Auftritt auf einem Podest der Motorrad-WM warten müssen. 2012, als Corteses Stern mit dem Gewinn der Moto3-WM aufging, standen beide in Malaysia zum bis dato letzten Mal zusammen auf dem Treppchen.

Gelöst genossen Folger und Cortese am Sonntag die Siegerehrung in Motegi, bei der sie den französischen Rennsieger und neuen Weltmeister Zarco zur Marseillaise flankierten. Dieser hatte aufgrund der verletzungsbedingten Absage des Titelverteidigers Esteve Rabat (Spanien) bereits vor dem Rennen als neuer Champion festgestanden und sich seines Titels abermals als würdig erwiesen. "Ich bin sehr glücklich über den zweiten Platz", sagte Folger, der sich der Übermacht Zarcos nur kurz entgegenstellen konnte.

Mit einem perfekten Start hatte sich der 22-Jährige gleich zu Beginn von Platz drei an die Spitze gesetzt und sich einige Runden ein erbittertes Duell mit Zarco geliefert. "Ich wusste aber, dass Johann schneller ist. Er ist sechs bis zehn Runden brutale Zeiten gefahren", sagte Folger: "Ich konnte nur schwer mithalten, war oft in Sturzgefahr."

Während Folger den zweiten Rang kontrolliert ins Ziel brachte, vollendete Cortese kurz vor Schluss eine beeindruckende Aufholjagd mit der besten Saisonplatzierung. "Wir haben endlich wieder das Podium erreicht. Für mich und meinen Kopf gibt es nichts Besseres", sagte Cortese. Im Jahr 2016, wenn sich Folger dem deutschen Moto2-Team IntactGP um Cortese anschließt, sollen weitere Auftritte auf dem Treppchen folgen.

In der Königsklasse MotoGP kam der italienische Motorrad-Superstar Valentino Rossi seinem zehnten WM-Titel unterdessen einen weiteren Schritt näher. Der 36 Jahre alte Yamaha-Pilot belegte den zweiten Platz und verwies seinen schärfsten Rivalen Jorge Lorenzo (Spanien/Yamaha) auf dem dritten Rang erneut in die Schranken. In der WM-Wertung baute Rossi seinen Vorsprung auf Lorenzo auf 18 Punkte aus. Der Sieg in Motegi ging an den spanischen Honda-Piloten Dani Pedrosa. Stefan Bradl (Zahling/Aprilia) hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und verfehlte auf dem 18.
Platz die Punkteränge.

Die vierte Trainingssession am Samstag war derweil von einem heftigen Sturz von Alex de Angelis (San Marino/ART) überschattet worden. Der 31-Jährige wurde auf der Strecke minutenlang behandelt, ehe er per Hubschrauber in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht wurde. De Angelis erlitt nach Angaben seines Teams IodaRacing eine Lungenquetschung sowie einen Bruch von fünf Wirbeln und drei Rippen. Zudem habe sich de Angelis eine Kopfverletzung zugezogen und könne sich an den Vorfall nicht erinnern.

In der Moto3 fiel die erhoffte WM-Feier des Briten Danny Kent (Honda) aus. Der WM-Spitzenreiter wurde Sechster, Philipp Öttl (Ainring/KTM) belegte nur den 23. Platz.

(sid)
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