| 11.07 Uhr

"Einfach nicht mein Tag"
Schrötter stürzt – Mir ist neuer Weltmeister

Marcel Schrötter stürzt spektakulär
Marcel Schrötter stürzt spektakulär FOTO: dpa, hak
Phillip Island/Köln. Marcel Schrötter hat die Chance auf ein Top-Ergebnis in der Motorrad-WM durch einen Sturz liegen gelassen. Sandro Cortese war als Neunter in Australien noch bester Deutscher, der Spanier Joan Mir ist neuer Moto3-Weltmeister.

Nach dem besten Qualifying seiner Karriere stand Marcel Schrötter am Renntag mit leeren Händen da. "Es ist schon sehr enttäuschend, so eine Chance wegzuschmeißen", sagte der Motorrad-Pilot zu seinem deprimierenden Aus beim Großen Preis von Australien. Auf Platz vier liegend stürzte der 24-Jährige aus Vilgertshofen in der zweiten Runde des Moto2-Laufes, dabei war nach unbefriedigenden Monaten endlich mal wieder etwas drin.

Schon am Vormittag kam Schrötter, der nach der Sommerpause wegen eines gebrochenen Kahnbeins in der linken Hand zwölf Wochen hatte pausieren müssen, im Warm-Up zu Fall. Im Rennen erwischte es ihn erneut. "Ich habe mich richtig gut gefühlt, aber da kam auch schon wieder der Sturz", erklärte der Zweite der Startaufstellung etwas ratlos.

Australien ist nicht sein Pflaster. Auch die Verletzung hatte sich Schrötter Down Under beim Enduro-Fahren zugezogen. "Komplett unerwartet" sei das Hinterrad in der Kurve weggerutscht. Zu allem Überfluss riss der Bayer auch noch Pole-Setter Mattia Pasini (Italien/Kalex) mit ins Kiesbett. "Heute war einfach nicht mein Tag", sagte Schrötter.

Sein Teamkollege Sandro Cortese (Berkheim) sorgte auf Phillip Island für das beste Ergebnis aus deutscher Sicht. Der frühere Moto3-Weltmeister wurde Neunter. "Ich habe mir natürlich mehr erhofft", sagte der Allgäuer: "Ich war nie konkurrenzfähig und heute wirklich nur auf der letzten Rille unterwegs." Der Sieg in der mittleren Klasse ging an den Portugiesen Miguel Oliveira (KTM).

In der Königsklasse MotoGP steht Weltmeister Marc Marquez kurz vor der erfolgreichen Titelverteidigung. Der Honda-Pilot aus Spanien gewann überlegen und hat nun an der Spitze der Gesamtwertung 33 Punkte Vorsprung. 50 Zähler sind noch maximal zu holen.

Marquez siegte vor dem italienischen Superstar Valentino Rossi und seinem Landsmann Maverick Vinales (beide Yamaha). Sein schärfster WM-Rivale Andrea Dovizioso (Italien/Ducati) musste sich in Australien mit dem 13. Platz begnügen. Weiter geht es am kommenden Wochenende in Sepang/Malaysia, Marquez ("Ich wusste, dass heute ein wichtiger Tag wird") kann schon alles klar machen.

In der Moto3 ist die Titelentscheidung bereits gefallen. Joan Mir krönte sich auf dem Phillip Island Circuit mit seinem neunten Saisonsieg zum Weltmeister. Der Spanier liegt vor den beiden verbleibenden Rennen in Sepang und Valencia/Spanien 70 Punkte vor Romano Fenati (Italien/beide Honda) und ist damit im Klassemment uneinholbar.

Philipp Öttl (Ainring/KTM) musste sich mit dem 13. Platz begnügen. In der WM-Wertung ist der 21-Jährige mit 104 Punkten Zehnter.

(sid)
 
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