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Schrötter zum WM-Auftakt Siebter - Öttl stürzt

Motorsport: Marcel Schrötter zum WM-Auftakt Siebter - Philipp Öttl stürzt
Marcel Schrötter. FOTO: dpa, hsc hak
Doha. Vielversprechender Auftakt für Marcel Schrötter, Enttäuschung bei Philipp Öttl: Der Start in die neue WM-Saison hätte für die beiden deutschen Motorrad-Piloten kaum unterschiedlicher ausfallen können.

Schrötter (Vilgertshofen) überzeugte in Doha/Katar als Siebter in der Moto2-Klasse, Öttl (Ainring) saß nach einem unverschuldeten Sturz im Moto3-Rennen früh in der Box.

"Es war schon einmal ein guter Schritt, wir sind zufrieden", sagte Schrötter zu seinem gelungenen Auftritt auf dem Losail International Circuit bei Eurosport: "Runde für Runde bin ich besser in Schwung gekommen. Das Team hat einen super Job gemacht."

Schrötter sprang schnell um fünf Positionen bis auf Rang vier nach vorn und behauptete sich zunächst dort. Erst in der Schlussphase fiel der 25-Jährige zurück. "Ich habe einen super Start erwischt. Leider konnte ich die KTM's nicht hinter mir halten", sagte Schrötter, der weiter auf den ersten Podiumsplatz seiner Karriere warten muss.

Das Stallduell gegen den neuen Teamkollegen Xavi Vierge gewann Schrötter, der Spanier wurde direkt hinter ihm Achter. Der Sieg in der mittleren Klasse ging an Francesco Bagnaia, für den Italiener war es der dritte Grand-Prix-Triumph insgesamt und der erste in der Moto2.

Öttl, zweiter Fahrer im diesjährigen deutschen Mini-Aufgebot, war sauer. Der 22-Jährige schied bereits in der vierten Runde aus. Schon im Vorjahr hatte der Oberbayer das Rennen auf dem Wüstenkurs nicht beendet.

"Es ist enttäuschend, dass wir wieder nicht ins Ziel gekommen sind. Ich schaue nach vorn, so was kann mal passieren", sagte Öttl. Dass ihn Darryn Binder von der Strecke schoss, ärgerte den KTM-Fahrer aber schon. Der Südafrikaner lerne einfach nicht dazu, "das geht mit dem Hirn vielleicht nicht", sagte der WM-Zehnte von 2017. Öttl war von Rang acht gestartet.

Im ersten von 19 Läufen sicherte sich der Spanier Jorge Martin seinen zweiten Grand-Prix-Sieg nach dem Triumph beim Saisonfinale im vergangenen Jahr in Valencia.

In der MotoGP setzte Vizeweltmeister Andrea Dovizioso nach dem im Vorjahr knapp verpassten Titel ein Ausrufezeichen. Der Ducati-Pilot holte sich den Sieg, Titelverteidiger Marc Marquez (Spanien/Honda) musste sich knapp geschlagen geben. Dritter wurde Italiens Superstar Valentino Rossi (Yamaha).

Dovizioso hatte in der vergangenen Saison bis zum Finale in Valencia die Chance auf den Triumph in der Gesamtwertung gehabt, musste sich Marquez aber geschlagen geben. Nun ging der Zweikampf direkt weiter. Ein Deutscher ist in der Königsklasse erstmals seit 2011 nicht dabei. Jonas Folger (Oberbergkirchen) verzichtete wegen einer Erkrankung auf seinen Platz.

Bevor die Motoren heulten, wurde Ralf Waldmann gewürdigt. Fahrer, Betreuer und Funktionäre versammelten sich in der Boxengasse und gedachten des zweimaligen Vizeweltmeisters. "Waldi" Waldmann, in der WM 2016 und 2017 als TV-Experte bei Eurosport am Mikro im Einsatz, war am vergangenen Wochenende überraschend mit 51 Jahren gestorben.

(sid)
 
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