| 17.00 Uhr
Nitro Circus zu Gast in Deutschland
Spektakuläre Stuntshow auf zwei Rädern
Nitro Circus: Spektakel auf zwei Rädern
Nitro Circus: Spektakel auf zwei Rädern FOTO: dpa, Ade Johnson
Düsseldorf. Mit Nitro Circus liefern Travis Pastrana und seine Crew Stuntshows auf außergewöhnlichem Niveau mit hohem Unterhaltungswert. Das spektakuläre, aber auch gefährliche Spektakel machte auch in Deutschland halt.

Das Bild ist gigantisch: Im Düsseldorfer Dome gehen die Lichter aus. Laute Musik peitscht die 8000 Zuschauer ein. Unter dem Hallendach stehen in 15 Metern Höhe die Stuntmen auf ihren Motorcross-Maschinen. Vor ihnen fällt eine steile Rampe ab, dahinter ist lange nichts, am Ende ein Landehügel.

Todesmutig stürzt sich das Dutzend in die Tiefe, springt ab, Rad an Rad. Feuerfontänen schießen empor. In der Luft geben sie einer nach dem anderen einen Rückwärtssalto (Backflip). Die Menge tobt. Was sie hier zu sehen bekommen, ist ein explosives Spektakel der ganz besonderen Art – ein Zirkus des Adrenalins. Kurz: Nitro Circus.

40 Stuntmen auf Welttournee

In den vergangenen Tagen machten die insgesamt 40 Stuntmen auf ihrer Welttournee in Deutschland halt, angeführt vom mehrmaligen X-Games-Gewinner Travis Pastrana. 2006 kreierte der US-Amerikaner die Marke Nitro Circus, zu der mittlerweile neben einer Fernsehserie und Kinofilmen auch Live-Shows zählen. "Die Philosophie von Nitro Circus ist: Stell dir das Unmögliche vor und versuche es möglich zu machen", sagt der 29-Jährige, der einst als erster Mensch den doppelten Backflip auf einem Motorrad stand.

Seine Shows sind perfekt durchsynchronisiert: Vermittelt wird das uramerikanische Gefühl von Grenzenlosigkeit und Freiheit. Rein sportlich betrachtet bietet Nitro Circus Höchstleistungen am Fließband. Atemberaubende Stunts mit Motorrädern, BMX-Rädern und Skateboards wechseln sich im Sekundentakt ab. Daneben sind die Events vor allem eines: ziemlich verrückt.

Salti mit Bobby-Cars und Damenfahrrädern, Sprünge in Einkaufswägen und Stunts mit Mini-Scootern sind keine Seltenheit. Aaron Fotheringham, genannt "Wheelz", zeigt einen Backflip, später einen Frontflip. Der 21-Jährige sitzt seit seiner frühesten Kindheit im Rollstuhl. Kein anderer Mensch auf der Welt kann das. Die Einzigartigkeit dieser Shows macht sie so reizvoll. Der Zuschauermagnet Nitro Circus ist genau das, was er im Namen trägt: ein Zirkus.

Stürze stehen auf der Tagesordnung

Gleichzeitig sind die Inszenierungen nicht ungefährlich. Stürze sind an der Tagesordnung, die Angst fährt immer mit. "Wir tun nur so, als wäre nichts, winken freundlich und fallen dann in den Krankenwagen", hat Pastrana einmal gesagt. Er selbst wurde bislang 31-mal operiert. Jolene van Vugt, die erste kanadische Meisterin im Motorcross und einziges weibliches Mitglied der Crew, beschreibt es so: "Wir haben Stunts im Programm, wenn Du die vermasselst, fällst Du buchstäblich in den Tod." Bisher gingen alle Shows glimpflich aus.

Nitro Circus fasziniert weltweit. 2013 sollen die Stuntmen den Puls ihrer Fans in Australien und Neuseeland in die Höhe treiben. Die Erfolgsaussichten stehen gut. In Deutschland zumindest fand Pastranas Spektakel den Weg in die Herzen der Zuschauer.

Quelle: sid
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