Norwegen fordert Streichung der Dopingsünder: Mühlegg will Goldmedaille einklagen
zuletzt aktualisiert: 18.03.2002 - 19:31Lausanne (rpo). Das Thema Mühlegg ist noch nicht vom Tisch: Der deutsche Ski-Langläufer mit spanischem Pass will beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) die Rückgabe der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bei den Winterspielen aberkannten Goldmedaille über 50 km einklagen.
Dies bestätigte der CAS am Montag in Lausanne. Der für Spanien startende Allgäuer war in Salt Lake City nach seinem Olympiasieg über 50 km des Blutdopings überführt worden. Ihm wurde Gold aberkannt, die beiden über 30 km und im Verfolgsrennen gewonnenen Goldmedaillen durfte Mühlegg behalten.
Das Nationale Olympische Komitee (NOK) Norwegens will dagegen vor dem CAS zusätzlich die Streichung der des Dopings überführten Langläufer Mühlegg, Larissa Lazutina und Olga Danilowa (beide Russland) aus allen Ergebnislisten durchsetzen. Der Petition haben sich mit dem viermaligen Olympiasieger Ole Einar Björndalen, den Langläufern Thomas Alsgaard, Frode Estil und Kristen Skjeldal sowie den Langläuferinnen Bente Skari und Anita Moen prominente Sportler des Landes angeschlossen.
Die Norweger fordern das IOC-Exekutivkomitee auf, die Dopingsünder aus den Ergebnislisten aller Entscheidungen zu streichen und die Medaillen den nachplatzierten Athleten zuzusprechen. Wie der CAS am Montag mitteilte, haben auch das NOK von Kanada und die kanadische Athletin Beckie Scott die Streichung der beiden Russinnen aus den Ergebnislisten gefordert.
Die Russinnen Lazutina und Danilowa wurden nach dem Rennen über 30 km positiv getestet. Lazutina wurde daraufhin die Goldmedaille aberkannt, die in dem Wettbewerb achtplatzierte Danilowa aus der Ergebnisliste gestrichen. Lazutina hatte in Salt Lake City zudem Silber in der Verfolgung und im Massenstartrennen über 15 km errungen, Danilowa holte Gold im Verfolgungsrennen und Silber im 10 km-Langlauf.
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