Winkler und Sponsor setzen sich durch: Neuer Modus für Riders Tour
zuletzt aktualisiert: 02.11.2001 - 17:14Hannover (rpo). Die Veranstalter der Riders Tour haben den größten Streitpunkt um die höchstdotierte Reitsport-Serie der Welt beseitigt. Im kommenden Jahr wird der umstrittene Modus geändert, die so genannte Winning Round abgeschafft.
Zudem haben die Verantwortlichen um die Geschäftsführer Paul Schockemöhle und Hans Werner Aufrecht bei Gesprächen die Voraussetzungen für den internationalen Durchbruch geschaffen. Schon im zweiten Jahr der bisher nationalen Tour sollen mit Hickstead und Luzern mindestens zwei Auslands-Stationen dazu kommen.
Mit der Abschaffung der teils heftig kritisierten Winning Round haben sich die Traditionalisten um den Sportdirektor Hans Günter Winkler durchgesetzt. Der fünfmalige Olympiasieger sowie die Vertreter des Hauptsponsors (Gold Zack AG) hatten sich gegen diesen fernseh-freundlichen Modus ausgesprochen. Daneben haben die Tour- Verantwortlichen einige kleinere Korrekturen von Regeln beschlossen, die beim Auftakt für Ärger gesorgt hatten. "Wir wollten nicht während der Saison die Regeln ändern und erst danach über die Probleme reden", sagte Schockemöhle. Er selbst stehe jetzt auch hinter dem neuen Modus.
Die Winning Round war umstritten, weil Reiter bei diesem Modus trotz Abwürfen im Normalparcours noch Chancen auf den Sieg hatten. In der kommenden Saison wird das für die Punktevergabe entscheidende Springen im traditionellen Stechen entschieden - so wie es die meisten Reiter wollten. Prominentester Verfechter des nun abgeschafften Modus war neben Schockemöhle und Aufrecht der Weltranglisten-Erste Ludger Beerbaum. "Es ging bei der Winning Round um Planungssicherheit fürs Fernsehen", sagte Beerbaum. "Wenn die und alle anderen jetzt einverstanden sind, bin ich es auch."
Neben der mit 1,32 Millionen Mark dotierten Spring-Serie soll es 2002 erstmals eine halbe Million Mark in der Dressur zu verdienen geben. Neu ist zudem die Erweiterung um internationale Stationen wie Hickstead und Luzern. Im Gespräch ist zudem das niederländische Topturnier in Valkenswaard. "Der Kern der Tour ist in Deutschland, aber je internationaler, desto besser", kommentierte Ludger Beerbaum. Von den bisherigen Tourstationen wird Mannheim entfallen. Wackelkandidaten sind Berlin und Hachenburg. Neu dazu kommen könnte Münster.
Zu den zehn Tour-Stationen des kommenden Jahres wollte sich Schockemöhle am Freitag nicht äußern. Er sagte aber: "Es gab noch mehr Anfragen von anderen Veranstaltern." Der ehemalige Reitstar wertet dies als Zeichen, dass er mit der Tour auf dem richtigen Weg ist.













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