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Dallas
Nowitzki kündigt, um Dallas stärker zu machen

Dallas. Schon lange ist Dirk Nowitzki unter den Spielern der Dallas Mavericks nicht mehr der Großverdiener. Jetzt lässt sich der 37-Jährige sein für NBA-Verhältnisse ohnehin schon schmales Gehalt für das Wohl des Vereins noch einmal zusammenstreichen. Nowitzki kündigt seinen Vertrag, um einen neuen zu unterschreiben - damit das Management mehr Spielraum bekommt. "Das ist eine Maßnahme, die hoffentlich eine Kettenreaktion in Gang setzt, um uns wieder besser zu machen", sagte der Würzburger beim Radio-Sender 1310 The Ticket.

Schon zum zweiten Mal verzichtet Nowitzki auf Geld, allerdings in ganz anderem Maße als 2014. Damals hatte der Superstar für 21,8 Millionen Euro bis 2017 unterschrieben. Er hätte für diesen Zeitraum problemlos gut 50 Millionen fordern können.

Nowitzki hat finanziell ausgesorgt, er kann es sich leisten. Da der ehemals wertvollste Spieler der Liga (MVP) aber jetzt schon unterbezahlt ist - in der kommenden Saison hätte er 8,7 Millionen Dollar (7,57 Millionen Euro) bekommen - hat die Kündigung des aus Würzburg stammenden Kapitäns eher symbolischen Wert. Sehr viel weniger werden die Mavericks ihm nicht anbieten, ansonsten könnte der Kapitän gleich umsonst auflaufen.

Nowitzki will sich demnächst mit Klubbesitzer Mark Cuban und General Manager Donnie Nelson, die entscheidenden Figuren beim Bau einer neuen Mannschaft, zusammensetzen. Seit dem Triumph vor fünf Jahren ist Dallas immer in der ersten Play-off-Runde gescheitert. Es wird einen Umbruch geben. Fünf Spieler haben garantierte Verträge, neben Nowitzki könnten in Chandler Parsons und Deron Williams weitere Stammspieler aussteigen.

Genau das ist das Problem der Mavericks. Es gibt kein Gerüst, das sich mit Neuzugängen ergänzen lässt und Kandidaten rein sportlich auf den Geschmack bringen könnte. Nowitzki und Wesley Matthews (Gehalt: 17,1 Millionen) sind die einzigen überdurchschnittlichen Spieler, mit denen fest geplant werden kann.

"Wir müssen was tun. Wir müssen mit Blick auf den Transfermarkt und den Draft die Köpfe zusammenstecken", sagte Nowitzki, für den ein Wechsel kein Thema ist. "Als wir den Titel geholt hatten, stand für mich fest, dass ich meine Karriere hier beenden will. Daran hätte sich nur etwas geändert, wenn der Klub auf einen völligen Neuaufbau, quasi mit fünf Rookies in der Startformation, gesetzt hätte", betont Nowitzki: "Aber Mark und Donnie wollten immer Erfolg. Es gibt keinen Grund, irgendwo hinzugehen."

(sid)
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