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Washington
Nowitzki-Team siegt bei Schlusslicht
Washington. Von den Play-off-Plätzen im Westen ist Dallas aber immer noch weit entfernt.

Beim derzeit schlechtesten NBA-Klub können auch Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks noch gewinnen. Nach sechs Niederlagen in Serie gelang den Texanern ein 103:94-Pflichtsieg bei den Washington Wizards. Damit stoppte der Meister von 2011 vorerst seinen Abwärtstrend in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga. "So fühlt sich ein Auswärtssieg an?", fragte der deutsche Superstar Dirk Nowitzki. Washington hat in 29 Spielen gerade viermal gewinnen können.

Den Grund für die Leistungssteigerung sah Nowitzki (Foto: Reuters) nicht am verordneten Dresscode. Trainer Rick Carlisle hatte seine Profis dazu verpflichtet, Auswärtsflüge von sofort an im Anzug anzutreten. "Wenn wir verlieren, herrscht in der Kabine und bei den Coaches miese Stimmung. Deswegen wollten wir diesen Sieg unbedingt", sagte Nowitzki.

Ob die Mavericks mit dem 13. Saisonsieg die Wende begonnen haben, weiß aber auch der Würzburger nicht. "Wir müssen uns noch deutlich steigern", sagte der 34-Jährige. Erstmals seit seiner Rückkehr aufs Parkett nach zwei Monaten Pause wegen einer Knieverletzung brachte es Dirk Nowitzki mit elf Zählern auf eine zweistellige Punkteausbeute. 17 Minuten lang stand er auf dem Spielfeld und konnte auch Akzente setzen. "Nowitzki kam rein und traf", sagte Washingtons Center Nene.

Der 30 Jahre alte deutsche Nationalspieler Chris Kaman steuerte zwölf Punkte bei. O.J. Mayo und Darren Collison (je 15) scheinen ihre Formprobleme überwunden zu haben. Der Sieg stimmte Coach Carlisle etwas milder. Er hatte mit möglichen Suspendierungen gedroht und die neue Kleiderordnung bestimmt. "Meine Aussagen entstanden aus Frustration. Da wurde etwas zu sehr aufgebauscht", erklärte Carlisle. Bei nur 13 Siegen und 19 Niederlagen bleiben die Texaner weit hinter den Play-off-Plätzen der Western Conference.

In der Nacht zu heute (MEZ) hatte Nowitzkis Team bei Meister Miami Heat anzutreten – eine ungleich schwerere Aufgabe als in der Hauptstadt.

Auch für die Überraschungsmannschaft der Los Angeles Clippers ging im neuen Jahr eine Serie zu Ende. 17 Mal hatten die Kalifornier zuvor in Serie gewonnen und waren zum besten Team der NBA aufgestiegen. Bei den Denver Nuggets gab es eine 78:92-Niederlage. "Wir waren immer einen Schritt langsamer. Aber wir dürfen unser Selbstvertrauen nicht verlieren", sagte Clippers-Superstar Blake Griffin.

Quelle: dpa/RP
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