DEL, 39. Spieltag: Oberhausener Siegeszug nicht zu stoppen
zuletzt aktualisiert: 12.01.2001 - 22:59Neuss (sid). Meister München Barons greift in der Schweiz nach Europas Eishockey-Krone, daheim rückt Verfolger Revier Löwen Oberhausen immer näher. Das Überraschungsteam aus dem "Ruhrpott" feierte mit 3:2 (0:0, 0:2, 2:0, 1:0) nach Penaltyschießen bei den Berlin Capitals den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen.
Während Spitzenreiter München beim Finalturnier in Zürich durch ein 2:2 (0:1, 1:1, 1:0) gegen Slovan Bratislava seine Chance auf den Gewinn des Continental-Cup wahrte, verkürzten die Revier Löwen mit nun 69 Punkten den Rückstand auf nur noch drei Zähler und können am Sonntag mit einem Erfolg gegen die Krefeld Pinguine die Tabellenführung übernehmen.
Einen Punkt hinter Oberhausen folgt Titelaspirant Adler Mannheim, der 5:4 (1:1, 3:1, 1:2) bei den Iserlohn Roosters gewann. Auch die Kassel Huskies (68) halten Schritt: Der 2:1 (2:0, 0:0, 0:1)-Erfolg gegen die Eisbären Berlin war der fünfte Sieg in Folge für das Team von Bundestrainer Hans Zach. Das Verfolgertrio komplettieren die Nürnberg Ice Tigers (68), die sich mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) in Krefeld (63) durchsetzten.
Haie wieder auf dem Weg nach oben
Wieder auf dem Weg nach oben sind die Kölner Haie (66), die bei den Frankfurt Lions einen 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)-Sieg feierten und vom achten auf den sechsten Platz kletterten. Für die Hessen dagegen, die unter ihrem neuen Trainer Blair MacDonald die erste Heimniederlage kassierten, ist der Playoff-Zug dagegen wohl endgültig abgefahren.
Auch die Chancen der Hannover Scorpions schwinden. Der neue Trainer Olle Öst erlebte bei seinem Debüt an der Bande eine 4:6 (0:2, 1:2, 3:2)-Pleite bei den Augsburger Panthern. Einen herben Rückschlag mussten auch die Schwenninger Wild Wings hinnehmen, die sich eine 2:4 (1:3, 1:0, 0:1)-Pleite gegen Schlusslicht Moskitos Essen leisteten.
Oberhausen kampfstark
Vor 3.300 Zuschauern in Berlin lagen die Revier Löwen nach dem zweiten Drittel durch Tore von Greg Johnston (21.) und Iain Fraser (24.) bereits 0:2 zurück, schafften durch Treffer von Marek Stebnicki (45.) und Ladislav Karabin (53.) aber noch den Ausgleich. Im Penaltyschießen sorgte Ex-Nationalspieler Peter Draisaitl für die Entscheidung.
Vor 1.500 Zuschauern in Zürich brachten Lubomir Kolnik (7.) und Ex-NHL-Profi Zdeno Ciger (22.) die Slowaken 2:0 in Führung. Doch Verteidiger Shane Peacock (30.) und Ex-Nationalspieler Jörg Handrick (50.) krönten mit ihren Toren die Aufholjagd der München Barons. Perfekt ist beim Meister offenbar die Verpflichtung des NHL-Haudegens Zarley Zalapski. Der 32 Jahre alte Abwehrspieler, der in der nordamerikanischen Profiliga 637 Spiele absolvierte, saß beim Auftaktmatch mit "Barons"-Jacke auf der Tribüne.
Der Kanadier verbuchte in seiner zwölfjährigen NHL-Karriere für die Pittsburgh Penguins, Hartford Whalers, Calgary Flames, Montreal Canadiens und Philadelphia Flyers 99 Tore, 285 Vorlagen und 684 Strafminuten.
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