3:2-Sieg im Fedcup-Achtelfinale: Österreichs Tennis-Damen schlagen USA
zuletzt aktualisiert: 29.04.2002 - 10:47Charlotte (rpo). Österreichs Tennisdamen sind durch einen überraschenden 3:2-Sieg gegen die USA ins Halbfinale des Fedcups eingezogen. Erleichtert wurde der österreichische Erfolg durch einen Skandal um Jennifer Capriati.
Barbara Schwartz setzte sich nach ihrem Sieg über Monica Seles im entscheidenden dritten Einzel gegen die für Jennifer Capriati nominierte Meghann Shaugnessy mit 4:7,7:6, 9:7 durch und machte für den Außenseiter mit der 3:0-Führung schon vorzeitig alles klar. Der Rest war unwichtig.
Die amerikanische Spitzenspielerin Jennifer Capriati war nach einem Eklat zum Aufakt abgereist. Die Star-Aktrice trat zu ihrem Match gegen Evelyn Fauth nicht an. Zuvor hatte Jennifer Capriati im Machtkampf mit Team-Kapitän Billie Jean King den Kürzeren gezogen. Sie habe die Regeln missachtet und sei deshalb aus dem Team geworfen, hieß es. Hintergrund: Statt mit der Mannschaft hatte die Australien- Open-Siegerin mit ihrem Vater Stefano trainiert. Das jedoch hatte Billie Jean King unter Hinweis auf die Teamregeln verboten. Die frühere Weltklasse-Spielerin wehrt sich dagegen, dass Privattrainer Einfluss nehmen. Capriati reiste daraufhin verärgert ab.
Als dann Monica Seles ihr Match gegen Außenseiterin Barbara Schwartz verlor und die Österreicherin dann auch noch Capriati-Ersatz Meghann Shaugnessy verlor, war der Weg frei für das Austria-Team. Barbara Schwartz konnte ihr Glück hinterher kaum fassen. "Ich bin ziemlich k.o. und schlapp, aber total happy", sagte die 23-Jährige nach ihren Glanztaten der österreichischen Agentur APA. "Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass wir Außenseiter die Nation Nummer eins geschlagen haben. Ich bin fassungslos." Dabei litt sie unter einer leichten Oberschenkelzerrung.
Nach ihrem Coup gegen die USA träumen Österreichs Tennis-Damen nun sogar vom Halbfinale. Im Viertelfinale am 20./21. Juni empfangen sie Kroatien. Die weiteren Paarungen: Spanien - Deutschland, Slowakei - Frankreich, Italien - Belgien.
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