| 07.38 Uhr

Özil wird erst nach der Pause kreativ

Marc-André ter Stegen Manuel Neuers erklärter Kronprinz hatte es mit den Kollegen aus der spanischen Liga zu tun. Und noch ehe er den Ball einmal in der Hand hatte, lag der auch schon im Tor. Der Schlussmann war machtlos, erledigte seinen Job danach ruhig und ohne Patzer. Fantastische Reaktion gegen Silva. Note 2 Von Robert Peters

Joshua Kimmich Der Wahl-Bayer verteidigte rechts und fing seinen Auftritt mit einem schlampigen Seitenwechsel an. Danach immer wieder von den forsch attackierenden Spaniern gefordert, fand aber häufig ordentliche Lösungen. Note 3-

Jerome Boateng Der eine Teil der Weltmeister-Innenverteidigung hatte wie sein Kollege Hummels schon mal Probleme, den Raum für die schön organisierten spanischen Angriffe zu schließen. Im Aufbau mit wirkungsvollen Pässen. Note 3-

Mats Hummels Mit Anlaufschwierigkeiten im direkten Abwehrspiel und im Aufbau. Steigerte sich im Lauf der Begegnung. Note 3-

Jonas Hector Nach seiner Verletzungspause nicht nur beim 1. FC Köln wieder erste Wahl, sondern auch bei Joachim Löw. Er musste allerdings erkennen, dass zwischen Bundesliga und einem Gegner der Kategorie Spanien Welten liegen. Typisches Licht- und Schattenspiel. Note 4+

Sami Khedira Führte die Elf als Kapitän auf den Platz und übernahm auf dem Rasen Verantwortung. Es dauerte längere Zeit, bis er Wirkung erzielte. Manchmal zu lange mit dem Ball unterwegs. Musste verletzt ausscheiden. Note 4+

Ilkay Gündogan Ersetzte den Kapitän und bewies sofort seine fußballerischen Qualitäten. Scheiterte mit einem gut temperierten Flachschuss an Torwart de Gea. Note 3

Toni Kroos Auf dem unbestrittenen Stammplatz im defensiven Mittelfeld an Khediras Seite. Er mühte sich um konstruktiven Aufbau, hatte aber wie Khedira Anlaufschwierigkeiten. Im zentralen Mittelfeld zunächst von den Spaniern mit Iniesta, Silva und Isco dominiert. Trug maßgeblich zu geordnetem Spiel der Deutschen nach einer knappen halben Stunde bei. Note 3-

Thomas Müller Der Münchner durfte in der offensiven Dreierkette ran. Wie immer laufstark und engagiert, aber auch mit dem richtigen Rezept gegen Spaniens wohlorganisiertes Team, als er den Freiraum nach einer längeren Kombination mit einem schönen Fernschuss zum 1:1 nutzte. Note 2-

Mesut Özil Der Weltmeister sollte aus der Mitte, von der sogenannten "Zehn", das Spiel in der vordersten Linie lenken. Dazu kam er lange nicht, weil die Spanier auch die deutsche Offensivreihe laufen ließen. Läuferisch stark, erst nach der Pause mit mehr Ideen. Note 3-

Julian Draxler Anders als im Klub bei Paris St. Germain ist Draxler in der Nationalmannschaft stets ein Kandidat für die Startelf. So auch in Düsseldorf. Einige mutige Dribblings verpufften, erkennbare Probleme mit den robusten Abwehrspielern, aber starker Abschluss kurz nach der Pause. Note 4+

Timo Werner Löw hatte die Wahl zwischen Mario Gomez und Sandro Wagner in der Angriffsmitte. Er entschied sich zunächst für Timo Werner. Der Leipziger suchte die Tiefe des Raumes, wie es seine Schnelligkeit gebietet. Im Laufe des Spiels erkannten seine Kollegen, immer besser, wie sie ihn in gefährliche Positionen bringen können. Sehr ordentliche Vorstellung. Note 2-

Leroy Sané, Leon Goretzka und Mario Gomez Setzten als Einwechselspieler keine Akzente. Keine Note.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Özil wird erst nach der Pause kreativ


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.