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München
Offener Streit zwischen Ligen und Topklubs

München. In der Debatte über die Reform der Champions League bahnt sich im europäischen Fußball eine Kraftprobe zwischen den Ligen und den Topvereinen ab. Die Kündigung der Terminschutz-Vereinbarung mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa) durch den kontinentalen Liga-Verband (EPFL) hat bei der europäischen Klub-Vereinigung (ECA) schon zu einer Verschärfung des Umgangstons geführt. Allen voran Bayern Münchens Vorstandschef und ECA-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge: "Die EPFL interessiert mich nicht", sagte er.

Die Uefa hatte Ende August sportlich wie finanziell umwälzende Reformen beschlossen. Nicht zuletzt aufgrund der beinahe unverhohlenen Drohung mehrerer Topklubs mit der Gründung einer privaten Liga sollen ab 2018 dann 16 statt bisher elf Startplätze an Klubs aus den vier Spitzennationen gehen. Die Teilnehmer an der Königsklasse sollen außerdem auch den Löwenanteil der künftig 3,3 Milliarden Euro betragenden Preisgelder und Boni erhalten. Als Konsequenz aus den Reformplänen wollen die in der EPFL vereinten Ligen mit Ausnahme Italiens ab kommenden Frühjahr die Champions-League-Termine am Dienstag und Mittwoch nicht mehr kategorisch schützen und stattdessen Ligaspiele ansetzen.

(sid)
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