14.000 freiwillige Arbeitskräfte fehlen: Olympia: Probleme mit Freiwilligen und Transport
zuletzt aktualisiert: 26.06.2000 - 12:45Sydney (sid). Das Organisations-Komitee für die Olympischen Spiele in Sydney (Socog) hat neue Probleme eingestanden. Der für die Wettkampfstätten zuständige Generalmanger John Quayle erklärte, dass immer noch 14.000 freiwillige Arbeitskräfte für die Abwicklung der Spiele sowie Paralympics fehlen.
Das ist fast ein Viertel der insgesamt geplanten 62.000 Personen starken "Workforce", deren Ausbildung am Freitag offiziell eröffnet wurde. Allein für die Olympischen Spiele fehlen noch 10.000 Freiwillige, besonders mit Sprachkenntnissen und medizinischen Fähigkeiten.
Socog-Chef Michael Knight bestätigte außerdem Befürchtungen, dass der Transport wie in Atlanta ein großes Problem werden dürfte: "Das ist das größte Problem, das jede Olympiastadt hat. Und keine hat es bisher zu 100 Prozent gelöst."
Zugleich warnte der Olympiaminister von Neusüdwales die für die olympische Computertechnologie zuständige Firma vor einem ähnlichen Chaos wie vor vier Jahren: "Sie wissen, dass sie sich nirgendwo verstecken können." Das Socog zahlt der Technologiefirma unabhängig von deren nach Sydney auslaufendem Kontrakt als Olympiasponsor über 50 Millionen Mark für den Resultatservice während der Spiele und die offizielle Internetseite.
Aborigines warnen Touristen vor Fälschungen
Aborigines warnen Olympiatouristen vor dem Kauf von gefälschten Kunsthandwerken der Eingeborenen. "Viele der angeblich handgemachten Arbeiten von Aborigines sind in Übersee produzierte Massenwaren, die in Australien verpackt werden", erklärte Charles Perkins, Vorstand der Nationalen Eingeborenen Kunstgesellschaft NIAAA: "Viele Händler haben Bumerangs und weitere Billigprodukte aus Indonesien und anderen Ländern importiert. Nur Produkte mit einem neuen Gütesiegel der NIAAA sind garantiert echt."
Zudem sollen große Mengen originaler Handwerke der Aborigines in den vergangenen Monaten gestohlen worden sein. "Sie wissen, dass die meisten Aborigines nicht das Geld haben, vor Gericht zu gehen", erklärte Perkins, der den Touristen rät, sich mit den Verkäufern über die Geschichte der Aborigines zu unterhalten: "Nur Eingeborene kennen die Geschichte der Kunsthandwerke."
Die Handarbeiten der Aborigines bringen der australischen Wirtschaft jährlich einen Umsatz von 120 Millionen US-Dollar. Für die Spiele in Sydney erwartet die NIAAA zusätzliche Einnahmen in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.
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