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Siegerinnen auch ohne Gold
Hamblin und D'Agostino verkörpern den olympischen Geist

Bilder: D'Agostino und Hamblin begeistern mit Fair-Play-Geste
Bilder: D'Agostino und Hamblin begeistern mit Fair-Play-Geste FOTO: afp
Rio de Janeiro. Nikki Hamblin und Abbey D'Agostino lieferten am Dienstag den Beweis dafür ab, dass es bei Olympia nicht nur um Gold, Silber und Bronze geht. Sondern eigentlich um Werte.

Nach einem Sturz beim 5000-m-Lauf, nach dem beide urplötzlich auf dem Boden lagen, rappelte sich D'Agostino als erste auf - doch anstatt dem Hauptfeld hinterherzuhetzen, ging sie auf die Neuseeländerin zu und versuchte, ihr hochzuhelfen.

"Auf einmal war da eine Hand auf meiner Schulter. Es war wie: 'Los, steh auf - wir müssen das hier beenden'", sagte Hamblin nach dem Rennen: "Ich bin ihr so dankbar, dass sie das gemacht hat. Sie verkörpert den wahren olympischen Geist."

Beide beendeten das Rennen, weit abgeschlagen, D'Agostino schwer von einer Verletzung am Knie gezeichnet. Nachdem sie es ins Ziel geschafft hatten, umarmten sie sich lange. D'Agostino musste anschließend allerdings im Rollstuhl aus dem Stadion geschoben werden. "Egal wie das Ergebnis war - den Moment, wie dieses Mädchen meine Schulter berührt, werde ich mein ganzes Leben nie vergessen", sagte Hamblin: "Ich hoffe wirklich, dass es ihr gut geht."

Das blieb zunächst offen. Nach erfolgreichen Protesten ihrer Verbände dürfen beide aber im Finale starten.

(sid)
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