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Leichtathletik-Ikone
Australische Olympiasiegerin Cuthbert gestorben

Betty Cuthbert gestorben: Australische Olympiasiegerin stirbt mit 79
Betty Cuthbert bei den Sommerspielen in Melbourne. FOTO: afp, eba
Melbourne . Die australische Leichtathletik-Ikone Betty Cuthbert ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Dies bestätigte der australische Verband am Montag. Die Dreifach-Olympiasiegerin von Melbourne 1956 litt seit langem an Multipler Sklerose.

"Es ist sehr traurig, einen derart großartigen Champion zu verlieren. Betty hat über Jahre gegen ihre Krankheit gekämpft und dabei ungeheuren Mut bewiesen, aber viel wichtiger war, dass sie immer gelächelt hat", sagt das australische IOC-Mitglied John Coates.

Cuthbert erlangte Berühmtheit, als sie als 18-Jährige in Melbourne Gold über die 100 m, 200 m sowie mit der 4x100-m-Staffel gewann. Die Australier tauften sie "Golden Girl". Nach einem kurzzeitigen Rücktritt nach Olympia 1960 in Rom lief sie bis Olympia in Tokio 1964 weiter – dort gewann sie die 400 m. Olympia-Gold über 100 m, 200 m und 400 m hat außer ihr kein Sportler gewonnen. Im Verlauf ihrer Karriere stellte sie auch neun Weltrekorde auf.

1969 wurde die in Sydney geborene Cuthbert mit Multipler Sklerose diagnostiziert. Bei Olympia 2000 in Sydney stand sie noch einmal im Rampenlicht, als sie Teil der Zeremonie zur Entzündung des Olympischen Feuers war. "Ruhe in Frieden Betty Cuthbert - eine Inspiration und ein Champion auf und neben der Laufbahn", twitterte Australiens Premierminister Malcolm Turnbull.

Cathy Freemann, die 2000 in Sydney das Olympische Feuer entzündete und später die 400 m gewann, ergänzte: "Danke für die inspirierenden Erinnerungen."

(sid)
 
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