Kampagne gegen Sexindustrie: China lässt Saunagänger überprüfen
zuletzt aktualisiert: 29.07.2008 - 11:33Peking (RPO). Die Volksrepublik China hat anlässlich der olympischen Spiele eine neue Kampagne gegen die Sexindustrie im Süden des Landes ins Leben gerufen. Wie die Tageszeitung "China Daily" berichtet, sei es in der Stadt Guangzhou nicht mehr gestattet, anonym in Saunen und Massagesalons zu übernachten.
So müssen sich ab sofort alle Saunagänger zwischen 1 Uhr und 8 Uhr morgens registrieren lassen. Hintergrund ist, dass viele Massagesalons und Saunen der Stadt in Wahrheit Bordelle sind, gegen welche auch die Stadt Peking anlässlich der Olympischen Spiele vorgegangen ist.
"Einige dieser Gesundheitszentren sind in den vergangenen Jahren aus Mangel an effizienten Kontrollen zu Lasterhöhlen geworden", sagte He Jing, stellvertretender Direktor des Sicherheitsbüros von Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong.
Saunabetreiber, die ihre nächtlichen Besucher nicht registrieren, müssen laut "China Daily" mit Verwarnungen und im Extremfall mit dem Entzug ihrer Lizenz rechnen. Ein Saunabesitzer wurde mit den Worten zitiert, vor Inkrafttreten der neuen Auflage am Montag seien täglich im Durchschnitt 100 Gäste über Nacht geblieben.
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