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Radsport
Contador schreibt Olympia-Start ab

Nach seinem verletzungsbedingten Aus bei der Tour de France hat der spanische Radprofi Alberto Contador einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) so gut wie abgeschrieben. Eine Teilnahme sei "praktisch unmöglich", sagte der zweimalige Tour-de-France-Sieger am Dienstag: "Die Frage ist nicht, ob ich mich bis dahin erholt habe, sondern eher, ob ich bei einer Teilnahme in guter Form bin." Contador war am vergangenen Sonntag auf der neunten Etappe der Frankreich-Rundfahrt ausgestiegen. Der 33-Jährige gab während des letzten und schwierigsten Teilstücks durch die Pyrenäen etwa 100 Kilometer vor dem Ziel auf. Auf den ersten beiden Etappen war er jeweils schwer gestürzt. Contador bezeichnete das wahrscheinliche Olympia-Aus als "heftigen Rückschlag, weil es das zweite große Saisonziel nach der Tour ist." Nach Auskunft seiner Ärzte wird es etwa vier Wochen dauern, bis Contador seine Verletzungen auskuriert hat. Bei Olympia steigt das Straßenrennen am 6. August, das Einzelzeitfahren vier Tage später. Der Rundfahrtspezialist aus dem Tinkoff-Team hofft, bis zum Start der Spanien-Rundfahrt am 20. August fit zu werden. "Ich denke, das ich das schaffen kann", sagte der dreimalige Gewinner der Vuelta. Ein Karriereende stünde nicht zur Debatte. Contador berichtete in Madrid, dass er sich in abschließenden Verhandlungen mit einem neuen Team befinde. Der Spanier wird mit dem amerikanischen Team Trek-Segafredo in Verbindung gebracht und könnte dort Mannschaftskollege des deutschen Radprofis John Degenkolb werden. Angeblich soll Contador bereits einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben haben.

(sid)
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