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Letzte Chance im April
Heidemann verpasst direkte Olympia-Quali

Fechten: Das ist Britta Heidemann
Fechten: Das ist Britta Heidemann FOTO: 4attention
Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) hat die direkte Qualifikation für die Sommerspiele in Rio de Janeiro verpasst und muss nun auf die letzte Chance bei der Europa-Ausscheidung im April hoffen.

Die Degenspezialistin schied beim Grand Prix in Budapest in der ersten Runde gegen die Estin Kristina Kuusk mit 5:6 nach sudden death aus, nur mit einem Turniersieg hätte die 33-Jährige das Rio-Ticket sicher gehabt.

"Letztendlich ist es schwer, so ein Turnier zu gewinnen. Wir haben aber auch schon Plan B mit Richtung Kontinentalentscheid im Auge gehabt", sagte Sportdirektor Sven Ressel dem SID. Letzte Chance für die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in London 2012 ist nun das Kontinentalturnier am 16. und 17. April in Prag. Nur die Siegerin dort erhält noch einen Qualifikationsplatz.

Da die deutschen Degen-Damen in der Mannschaft erstmals die sportliche Qualifikation für Olympia nicht geschafft hatten, musste Heidemann den aufgrund des komplizierten Qualifikationsmodus weit schwierigeren Weg über das Einzel gehen. Bei einer erfolgreichen Teamqualifikation hätten die Deutschen automatisch auch drei Starterinnen im olympischen Einzelwettbewerb stellen dürfen.

Bisher sind vier deutsche Fechter im Einzel sicher bei den Sommerspielen (5. bis 21. August) dabei: Säbelfechter Max Hartung (Dormagen) sowie die beiden Florettfechter Peter Joppich (Koblenz) und Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim). Hinzu kommt noch ein zweiter Säbelfechter, um diesen Platz kämpfen derzeit noch drei deutsche Athleten.

In den Mannschaftsqualifikationen hatte es für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) Enttäuschungen in Serie gegeben. Neben den Degen-Damen hatten auch die Florettfechter, in London noch Dritte, sowie die Degen-Herren und die Säbel-Damen den Sprung nach Rio nicht geschafft. Letztmals war 1956 in Melbourne kein deutsches Team bei Sommerspielen am Start, damals waren aber die Mannschaftswettbewerbe der Frauen nicht olympisch.

(sid)
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