| 22.20 Uhr

Das deutsche Team in Rio
Von 46 bis 150 Kilogramm ist alles dabei

Bilder: Fakten zum deutschen Olympia-Team
Bilder: Fakten zum deutschen Olympia-Team FOTO: dpa, wok jhe
Rio de Janeiro. Mit Ersatz gehen 449 Athleten für den DOSB in Rio auf die Jagd nach Gold, Silber und Bronze. Wie gewohnt stellen die Leichtathleten die größte Fraktion. Der schwerste Athlet wiegt im deutschen Team mehr als 100 Kilogramm mehr als die leichteste Athletin.

Ludger Beerbaum ist der Rekordhalter im deutschen Olympia-Team. Der Springreiter ist zum sechsten Mal dabei. Doch das ist nicht sein einziger Rekord. Der gebürtige Detmolder ist mit 52 Jahren auch der älteste und mit vier Goldmedaillen zudem der erfolgreichste Olympionike, der in Rio de Janeiro für das 449-köpfige deutsche Team an den Start geht.

Theoretisch könnte Beerbaum damit der Großvater der jüngsten deutschen Starterin, Elena Wassen, sein. Die Wasserspringerin vom Berliner TSC ist gerade einmal 15 Jahre alt und damit über 37 Jahre später geboren als Beerbaum. Bei den Europaspielen in Baku im Vorjahr gewann Wassen vom Turm aber bereits eine Bronze-Medaille.

Insgesamt zählt das deutsche Aufgebot - mit Ersatz - 243 Männer und 206 Frauen. Die höhere Anzahl männlicher Athleten finden ihren Grund beim Handball und beim Rudern, wo sich bei den Frauen keine beziehungsweise weniger deutsche Teams qualifiziert haben. Den größten Block stellen wie gewohnt die Leichtathleten mit diesmal 89 Athleten. Doch hier sind die weiblichen Teilnehmer in der Überzahl (50/39).

Der schwerste Athlet findet sich im olympischen Aufgebot wie gewohnt unter den Gewichthebern. Der in Bosnien-Herzegowina geborene und für Deutschland startende Almir Velagic bringt 150 Kilogramm auf die Waage. Er ist damit über 100 Kilogramm schwerer als Sina Tkaltschewitsch (46 Kilogramm), die in der Rhythmischen Sportgymnastik an den Start geht. Den größten Athleten stellen die Handballer mit Finn Lemke (2,10 Meter), die beiden kleinsten deutschen Athletinnen sind Hockey-Spielerin Lisa Altenburg und  Turnerin Kim Bui mit jeweils 1,55 Metern.

Im DOSB-Team befinden sich zudem knapp 30 Prozent Sportsoldaten und Angehörige der Bundeswehr. Zwei der bekanntesten sind Diskuswerfer Robert Harting sowie Wasserspringer Patrick Hausding.

Unter den 449 Teilnehmern sind auch 26 "Alternate Athletes" dabei. Das sind Ersatzspieler, vorrangig für die Mannschaftswettbewerbe. Wie schnell dieser Ernstfall eintreten kann, bewiesen die ersten Tage bei den olympischen Fußballturnieren. Sowohl die deutschen Frauen (Simone Laudehr) als auch die deutschen Männer (Leon Goretzka) hatten zum Auftakt Verletzungen zu beklagen. In beiden Fußball-Teams stehen jeweils vier Ersatzkräfte zur Verfügung.

 

(dpa)
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