436 Athleten in Peking: Deutschland verteilt letzte Olympia-Tickets
zuletzt aktualisiert: 15.07.2008 - 10:59Kienbaum (RPO). Das deutsche Aufgebot für die Olympischen Sommerspiele in Peking steht. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Dienstag im Bundesleistungszentrum Kienbaum östlich von Berlin die letzten 236 Tickets für die Reise nach China verteilt.
Damit reist die deutsche Mannschaft mit einem 436-köpfigen Aufgebot und der Hoffnung auf einen Stopp des seit 1992 währenden Abwärtstrends im Medaillenspiegel ins Reich der Mitte. Hinzu kommen 317 Offizielle
In den ersten beiden Nominierungsrunden wurden bereits 201 Sportler nominiert, von denen Weitspringerin Bianca Kappler (Rehlingen) allerdings wegen eines Achillenssehnenrisses ausfällt.
Allerdings könnte sich das deutsche Peking-Team noch um zwölf Athleten verkleinern, falls die von Dirk Nowitzki angeführten Basketballer in dieser Woche beim Olympia-Qualifikationsturnier in Athen scheitern. Im Erfolgsfall wäre der deutsche Sport bei den 302 Entscheidungen von Peking (8. bis 24. August) in 26 der 28 Sportarten vertreten. Nur Baseball und Softball blieben unbesetzt. Letzter Meldetermin beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist der 21. Juli.
Zu den am Dienstag Nominierten gehören Goldhoffnungen wie die deutschen Handballer, die Fußball-Frauen und die Reiter mit Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Isabell Werth (Rheinberg).
Vor vier Jahren in Athen umfasste das deutsche Team 452 Athleten und gewann als Sechster des Medaillenspiegels 49-mal Edelmetall (13 Gold/16 Silber/20 Bronze). Das erfolgreichste Team seit der Wiedervereinigung gab es 1992 mit 82 Medaillen (33/21/28), das größte vier Jahre später in Atlanta mit 469 Sportlern.
Insgesamt gab es bei der Nominierung sieben Einzelfallentscheidungen, darunter die der verletzten Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg), die ungeachtet einer fehlenden Qualifikationsweite in die Olympia-Mannschaft berufen wurde.
Noch nicht zum Team gehört Wimbledon-Halbfinalist Rainer Schüttler (Korbach). Dazu erklärte Michael Vesper, Chef de Mission der deutschen Olympia-Mannschaft: "Schüttler konnte derzeit nicht nominiert werden, weil er zwar nationale Qualifikationskriterien erfüllt, aber noch nicht die internationalen." Für Schüttler besteht in dieser Woche die Chance, sich als Nachrücker über die Weltrangliste doch noch zu qualifizieren.
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