Goldjungs feiern mit Spielerfrauen: Hockey-Helden verlegen Party in Teich
zuletzt aktualisiert: 24.08.2008 - 10:14Peking (RPO). Unsere Hockey-Helden haben die Pekinger Nacht zum Tag gemacht. Nach dem Gewinn der Goldmedaille feierten die DHB-Spieler eine wilde Party, stürmten sogar den Teich am Deutschen Haus. Wir haben die Bilder für Sie.
Der Weltmeister hatte am Abend (Ortszeit) Spanien im Finale mit 1:0 bezwungen und damit den Olympiasieg unter Dach und Fach gebracht. Schon nach dem Schlusspfiff waren alle Dämme gebrochen, die Spieler tanzten auf dem Feld und gönnten sich den ein oder anderen Schluck Champagner.
Im Deutschen Haus erreichten die Feierlichkeiten dann ihren Höhepunkt. Unsere Goldjungs verlegten die Party einfach in einen Teich, wo sie sich gegenseitig mit Wasser vollspritzten. Bis in die frühen Morgenstunden herrschte Ausnahmezustand.
Für Mittelfeldspieler Moritz Fürste war der Erfolg etwas ganz Besonderes. Er widmete den Olympiasieg seinem toten Vater Peter. "Ich hatte ihn immer im Kopf", sagte der 23-Jährige, "er hat bestimmt von oben zugesehen." Der Hamburger hat seinen Vater bei der Fährkatastrophe im September 1994 in der Ostsee verloren, als die "Estonia" auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm sank. Moritz Fürste war damals neun Jahre alt.
Bei der Feier nach dem 1:0-Endspielsieg über Spanien nahm Fürste im deutschen Haus auch seinen jüngeren Bruder Jonas in den Arm: "Das ist für Papa." Die Brüder vom Uhlenhorster HC wurden von ihrem Vater zum Hockeysport geführt, er brachte ihnen auch die ersten Techniken bei. "Ich habe nach dem Schlusspfiff meine Mutter auf der Tribüne gesehen", erzählte der Student der Werbewirtschaft, "sie hatte Tränen in den Augen und die Hände zum Himmel gestreckt."
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