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Simon Rolfes
"Medaille der Fußballer würde Deutschland einen Schub geben"

Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen
Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen FOTO: dpa, pse fpt hak jhe
Rio de Janeiro. Es hatte viel Kritik gegeben am Männer-Kader, den der Deutsche Fußball-Bund nun letztlich zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro entsendet. Die Kritik kam vor allem von außerhalb des Fußballs, weil es für dortige Stimmen allzu offensichtlich wirkte, dass der DFB eben nicht die bestmögliche deutsche Mannschaft nominierte, sondern eine Mannschaft, die vor allem aus Spielern besteht, deren Vereine eben ihr Okay für eine – von Fifa-Seite nicht verpflichtende – Abstellung für Olympia gaben. Von Stefan Klüttermann

Ex-Nationalspieler Simon Rolfes hofft dieser Tage trotzdem darauf, dass die verstärkte U21-Mannschaft von Horst Hrubesch vom Turnierauftakt am Donnerstag (22 Uhr deutscher Zeit in Salvador) gegen Mexiko an am Zuckerhut für Furore sorgen wird – und somit unter dem Strich auch Olympia selbst langfristig helfen kann. "Ich würde mir wünschen, dass die deutsche Mannschaft eine Medaille holt, vielleicht sogar die goldene. Denn ich glaube, das würde der olympischen Bewegung hierzulande insgesamt auch nochmal einen Schub geben, weil sich über den Fußball eben heute quasi alles promoten lässt", sagte Rolfes unserer Redaktion.

In Lars Bender und Julian Brandt weiß Rolfes zwei frühere Teamkollegen aus Leverkusen im deutschen Team. Diese beiden haben wie ihre Teamkollegen allerdings einen Nachteil gegenüber anderen Nationen – allen voran Gastgeber Brasilien: "Man darf nicht unterschätzen, dass viele der deutschen Spieler keine wirkliche Vorbereitung auf das Turnier hatten. Das ist bei anderen Nationen natürlich anders, die ihre Teams frühzeitig zusammengezogen haben", sagt Rolfes.

Den Vorwurf, im deutschen Fußball genieße das olympische Turnier generell nicht die passende Wertschätzung, will der 34-Jährige so aber nicht teilen. "Ich glaube, dass Olympia generell bei den Fußballern mittlerweile einen höheren Stellenwert genießt als früher, ich meine vor allem dieses olympische Erlebnis. Von daher finde ich es gut, dass es ein Turnier für jüngere Spieler ist und nicht einfach die A-Nationalmannschaft nochmal nach Rio fliegt", sagte Rolfes.

Neben Mexiko trifft Deutschland in seiner Vorrundengruppe noch auf Südkorea und Fidschi.

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