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2:2 beim Olympia-Start
DFB-Team begeistert durch "fantastischen" Kampfgeist

Deutschland und Mexiko trennen sich 2:2
Deutschland und Mexiko trennen sich 2:2 FOTO: ap, AM SI
Salvador. Die Vorbereitung war kurz, aber sie zahlte sich für Deutschlands Fußballer schon beim Comeback auf der Olympia-Bühne aus. Dem starken Auftritt beim 2:2 gegen Olympiasieger Mexiko soll am Sonntag nun die Steigerung gegen Südkorea folgen.

Die Spieler schlenderten gewaschen und gekämmt zum Bus, da stapfte Horst Hrubesch noch klatschnass vom Regen durch die Arena Fonte Nova von Salvador. Der DFB-Coach hatte am Donnerstagabend nach seiner gelungenen Olympia-Premiere keine Zeit für eine Dusche. Hrubesch musste den deutschen Fußballern erstmal ein großes Lob für eine Energie-Leistung beim 2:2 (0:0) gegen Olympiasieger Mexiko aussprechen.

"Ich habe der Mannschaft gratuliert und ihr gesagt, dass das die Art und Weise ist, die ich mir vorstelle, mit diesen Charaktereigenschaften Fußball zu spielen, wieder zurückzukommen, die Tore wieder rauszuspielen", sagte der 65-Jährige und attestierte dem unter größten Schwierigkeiten zusammengestellten Team nach einer Blitz-Vorbereitung von sieben Tagen die Olympiareife.

Flick ist stolz

Begeistert zeigte sich DFB-Sportdirektor Hansi Flick vom ersten Olympia-Spiel eines deutschen Teams nach 28 Jahren. "Ich finde es fantastisch, wie die Mannschaft zurückgekommen ist, wie sie jeweils die Rückstände aufgeholt hat", sagte der einstige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw. "Wir sind stolz."

10.170 Tage nach dem 3:0 Deutschlands im Spiel um Platz 3 in Seoul gegen Italien zeigte die neue Generation unbändigen Willen. Die Rückstände durch die Tore von Mexikos Olympiahelden Oribe Peralta (52.) und Rodolfo Pizarro (61.) schüttelten die DFB-Spieler einfach ab und erzwangen durch den eingewechselten und überragenden Serge Gnabry (58.) und Weltmeister Matthias Ginter (79.) jeweils den Ausgleich.

"Wir haben immer weitergemacht, auch wenn nicht alles geklappt hat", sagte Ginter. Hrubesch hob die Ruhe heraus, mit der seine Mannschaft nach den Rückständen agierte, "ohne hektisch zu werden". Das 1:1 von Serge Gnabry, der nach 28 Minuten für den angeschlagenen Kapitän Leon Goretzka (Schulter) reinkam, war das Highlight vor nur 10.000 Zuschauern im Dauerregen. Allein die Vorbereitung durch den Pass Niklas Süle in die Nahtstelle der mexikanischen Abwehr war ein Genuss. Gnabry schloss alleinstehend platziert in die lange Ecke ab.

"Das zeigt unsere Moral, die können wir in diesem Turnier gut gebrauchen", sagte der für 1899 Hoffenheim spielende Innenverteidiger. Dazu gehören Reserven, denn die Gruppenspiele werden innerhalb von sieben Tagen abgewickelt. Am Sonntag trifft Deutschland in Salvador auf Südkorea (21 Uhr MESZ/Live-Ticker), das zum Auftakt Fidschi mit 8:0 abfertigte. Der Olympia-Neuling ist am Mittwoch in Belo Horizonte im Kampf um das Viertelfinale letzter Gegner (21 MESZ/Live-Ticker).

"Jetzt sind wir angekommen. Jetzt wissen wir, dass wir 90 Minuten stehen. Wir wissen, dass wir spielen können" sagte Hrubesch. Der Freitag war vor Südkorea der Regeneration vorbehalten. "Südkorea hat natürlich einige Topspieler dabei, wenn man nur an Son denkt", sagte Timo Horn zum ehemaligen Bundesligaprofi Son Heung-Min.

Der Keeper des 1. FC Köln, der Deutschland mit zwei tollen Paraden gegen Mexiko im Spiel hielt, will wie seine Kollegen unbedingt einen Sieg für das Ziel, "ins olympische Dorf zu kommen. Das wollen wir auch dem Trainer zuliebe schaffen, für den es das letzte große Turnier ist. Ihm wollen wir eine Medaille ermöglichen."

(areh/dpa)
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