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Fußball bei Olympia
Hrubesch fordert Abstellungspflicht

Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen
Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen FOTO: dpa, pse fpt hak jhe
Brasilia. Trainer Horst Hrubesch hat sich vor dem olympischen Halbfinale gegen Nigeria erneut für eine Abstellungspflicht ausgesprochen.

"Das wäre ein Anfang", sagte Hrubesch der "Sport Bild" und ergänzte: "Aber ich sehe es ja an dieser Mannschaft: Die Spieler kommen mitten aus der Vorbereitung, hatten kaum Spielpraxis. Und wir konnten vor der Abreise nach Brasilien zweieinhalb Mal trainieren."

Der U21-Nationaltrainer musste vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro einige Absagen hinnehmen. Im Gegensatz zu Welt- und Europameisterschaften müssen die Clubs ihre Spieler nicht für Olympia freigeben. Die Nominierung für das olympische Fußballturnier müsse "einfacher sein", sagte der 65-Jährige. "So wird man den Spielern nicht gerecht. Wenn man sich für Olympia qualifiziert, sollten die Besten dorthin fahren." Das Problem habe man auch bei anderen U-Turnieren. "Wenn die mitten in die Saison fallen, kriegst du die Spieler nicht. Da ist die Frage: Will man Olympia oder nicht?"

Dann sollte man auch alles dafür tun, forderte Hrubesch. Ob er seine Trainerkarriere nach Ablauf seines Vertrages am Jahresende fortsetze, ließ der Trainer offen. "Kraft, etwas zu übernehmen, habe ich. Lust auch. Ich sage es so: Ich lege mich jetzt nicht aufs Sofa, um Däumchen zu drehen."

(dpa)
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