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Springreiter macht Schluss
Beerbaum hört im Nationalteam auf

Springreiter Ludger Beerbaum hört im Nationalteam auf
Ludger Beerbaum macht nach Rio im Nationalteam Schluss. FOTO: dpa, nic
Rio de Janeiro. Der erfolgreichste Springreiter der zurückliegenden drei Jahrzehnte reitet nicht mehr für Deutschland. Ein kompletter Rücktritt vom Reitsport ist das aber noch nicht.

Ludger Beerbaum tritt zurück: Der erfolgreichste Springreiter der zurückliegenden drei Jahrzehnte wird nur noch einmal für die deutsche Nationalmannschaft reiten. Der 52-Jährige will beim Nationenpreis-Finale Ende September in Barcelona seine Abschiedsvorstellung für Deutschland geben. Das Karriereende sei aber noch nicht geplant, sagte der viermalige Olympiasieger am Donnerstag in Rio de Janeiro.

"Ich habe nach reiflicher Überlegung entschieden, dass das meine letzten Spiele waren", sagte der im nordrhein-westfälischen Riesenbeck lebende Profi. "Ich mache Platz für junge Leute." Diese Entscheidung habe er mit Bundestrainer Otto Becker getroffen.

Nach vier Goldmedaillen zwischen 1988 und 2000 hatte Beerbaum am Mittwoch in Rio Bronze mit dem deutschen Team gewonnen. Den Sprung in das Einzel-Finale hatte er jedoch verpasst, da nur drei Reiter pro Nation starten dürfen. "Es fällt mir schon schwer, diesen Schritt zu tun", gab Beerbaum zu.

Der Profi wird aber mit dem Reiten nicht komplett aufhören. "Ich werde weiterhin an internationalen Turnieren teilnehmen", erklärte Beerbaum, der auch als Unternehmer sehr aktiv ist. Er betreibt einen Turnierstall und eine Zuchtstation. Er arbeitet im Pferdehandel und hat vor einem Jahr in seinem Heimatort das Pferdesportzentrum Riesenbeck International eröffnet.

Keine anderer Reiter hat eine derartige Erfolgsbilanz wie Beerbaum. Neben den fünf olympischen Medaillen gewann Beerbaum zweimal Team-Gold bei Weltmeisterschaften. Sechs Siege feierte er bei Europameisterschaften. Mit neun Siegen ist er zudem Rekordhalter bei deutschen Meisterschaften. Nur bei der Anzahl der olympischen Goldmedaillen ist Hans Günter Winkler erfolgreicher, allerdings in einer Zeit mit weniger Konkurrenz.

(dpa)
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