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Epidemiologe Kekulé warnt
Zika-Infektion könnte langfristige Folgen haben

Köln . Aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse wächst knapp zwei Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) die Sorge über das in Brasilien grassierende Zika-Virus. "Seit Kurzem steht fest, dass das Zika-Virus in erheblichem Umfang durch Sexualkontakte übertragen wird", schrieb Infektionsepidemiologe Alexander Kekulé in der "Zeit". Demnach könne das Virus bei infizierten Männern über Monate in der Samenflüssigkeit nachgewiesen werden. Nach Ansicht des Direktors des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle (Saale) wirft dies ein "vollkommen neues Licht auf die Zika-Epidemie". Infizierte Männer müssten "möglicherweise viele Monate geschützten Sex praktizieren und können wegen der Gefahr von Fehlbildungen Kinder nur per künstlicher Befruchtung zeugen", schrieb Kekulé. Es sei nicht ausgeschlossen, "dass einige Männer jahrelang infektiös bleiben". Das Zika-Virus könnte sich "theoretisch sogar weltweit verbreiten", sagte der Epidemiologe.

(jado/sid)
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