Doping-Versäumnisse bei Olympia: Im Januar wird nachgetestet
zuletzt aktualisiert: 09.12.2008 - 16:07Lausanne (RPO). 500 Dopingproben von den Olympischen Spielen in Peking werden ab Januar in Lausanne und Köln auf verbotene Substanzen nachgetestet. Das gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) jetzt bekannt.
In Lausanne suchen die Kontrolleure in 400 Blutproben besonders nach dem neuen Epo-Präparat Cera, während in Köln 100 Urinproben auf das verschleiernd wirkende Insulin analysiert werden. Zu den Nachtests herangezogen werden nach Peking tiefgefrorene Dopingproben von Olympia-Teilnehmern in den Sportarten Rad, Rudern, Schwimmen und Leichtathletik. Erste Ergebnisse kündigte das IOC für Ende März an.
In Peking waren 4770 Dopingkontrollen durchgeführt worden. Von den 3801 Urinproben wurden 817 auf EPO getestet, bei 969 Blutkontrollen wurden 471 Untersuchungen auf Wachstumshormone durchgeführt.
Zuletzt war Kritik am IOC und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wegen lückenhafter Kontrollen in Peking aufgekommen. Die WADA hatte den Verzicht auf Kontrollen zum Nachweis bestimmer Substanzen damit begründet, dass in Peking unabhängig von weitergehenden Möglichkeiten nur die zum alltäglichen Routinesystem der WADA-Kontrolllabore gehörenden Verfahren angewendet wurden.
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