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Anti-Doping-Offensive
IOC verdoppelt Budget für vorolympische Tests

Lausanne. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat vor den Olympischen Spielen in Rio mit einem Fünf-Punkte-Programm eine Anti-Doping-Offensive gestartet. Wie das IOC am Mittwoch nach einer Sitzung des Exekutivkomitees in Lausanne bekanntgab, wird das Budget für die Doping-Tests im Vorfeld der Rio-Spiele auf 500 000 Dollar verdoppelt. Dieses Kontrollprogramm wird zusätzlich zu den Kontrollen der internationalen Sportverbände und der Nationalen Olympischen Komitees installiert. "Der spezielle Fokus wird auf Länder gelegt, deren Test-Programme den Standards nicht entsprechen: Kenia, Russland und Mexiko", heißt es in einer IOC-Erklärung. Nach den erfolgten Nachtests von Proben der Sommerspiele in Peking 2008 und London 2012 arbeiten die Disziplinarkommission des IOC und die internationalen Verbände daran, schnelle Entscheidungen mit Suspendierungen nachträglich positiv getesteter Athleten treffen zu können. Bei den Nachtests von Proben der Spiele 2008 und 2012 wurden insgesamt 55 Athleten positiv getestet. Das IOC will die Nachtests von London und Peking noch erweitern. Zusammen mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sollen gezielt Medaillengewinner der beiden Sommerspiele für nachträgliche Analysen ausgewählt werden.

(dpa)
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