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Olympia 2020
Japan geht Bestechungsvorwürfen nach

Tokio. Japan will nun doch Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio nachgehen. Die Sportbehörde wies nach Angaben japanischer Medien das Japanische Olympische Komitee (JOC) sowie die Stadtverwaltung Tokios am Freitag an, verdächtige Zahlungen zu überprüfen, die die Vergabe der Spiele an Tokio beeinflusst haben könnten. Französische Ermittler hatten am Vortag von einer verdächtigen Millionenzahlung berichtet. Das Organisationskomitee in Tokio hatte daraufhin zunächst jeglichen Verdacht von Schmiergeldern zurückgewiesen. Japans Sportminister Hiroshi Hase, der in Tokios Bewerbungskampagne involviert war, sagte am Freitag: "Wir werden vollumfänglich kooperieren und wünschen uns eine gründliche Überprüfung." Er habe jedoch weiterhin keine Zweifel, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Eine prompte Untersuchung durch Tokio und das JOC werde es Japan ermöglichen, die Fakten festzustellen, sagte der japanische Regierungschef Shinzo Abe vor dem Parlament in Tokio. Nach Angaben der Pariser Finanz-Staatsanwaltschaft waren im Juli und Oktober 2013 zwei Zahlungen mit dem Betreff "Tokio 2020 Olympia-Bewerbung" von einem japanischen Konto an das Unternehmen Black Tidings in Singapur geflossen. Es gehe um insgesamt 2,8 Millionen Singapur-Dollar (derzeit rund 1,8 Millionen Euro).

(dpa)
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