Nach Pettigrews Dopinggeständnis: Johnson gibt Goldmedaille zurück
zuletzt aktualisiert: 06.08.2008 - 07:06Peking (RPO). Michael Johnson hat seine 4x400-m-Goldmedaille von Sydney 2000 zurückgegeben. Dies war die Reaktion des Ausnahme-Sprinters auf das Dopinggeständnis seines damaligen Mitläufers Antonio Pettigrew.
Das bestätigte der deutsche IOC-Vize Thomas Bach am Rande der 120. IOC-Session in Peking. "Johnson hat uns geschrieben, dass die Medaille nicht auf ehrliche Weise gewonnen wurde und er sie deshalb wieder zurückgibt", erklärte der ehemalige Fechter Bach, 1976 in Montreal selbst Olympiasieger.
Damit wurde Johnson, Weltrekordler über 200 und 400 m, nur drei Tage nach der Aberkennung des Goldes durch die IOC-Exekutive aktiv. Er ist aber weiter im Besitz von vier Olympia-Goldmedaillen. Johnson ist der Einzige aus der Staffel von vor acht Jahren, der nicht des Dopings überführt worden ist.
400-m-Ex-Weltmeisters Antonio Pettigrew hatte jüngst im Prozess gegen seinen Ex-Trainer Trevor Graham Doping bis zurück ins Jahr 1997 gestanden, alle seine Ergebnisse wurden daraufhin durch die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) rückwirkend bis einschließlich 1997 gestrichen.
Die zudem im Finale eingesetzten Alvin und Calvin Harrison waren im Zuge des Balco-Skandals als Doper enttarnt worden, allerdings nicht für die Sydney-Spiele, weshalb sie ihre Plaketten noch haben und ebenfalls zurückgeben müssen.
Der nur im Vorlauf eingesetzte Jerome Young musste seine Medaille bereits zurückgeben, nachdem er lebenslang wegen Dopings gesperrt worden war.
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