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TV-Rechte bei Olympia
Leichtathletik-Boss: Kompetenz von ARD und ZDF unerreicht

Olympische Ringe in Rio feierlich enthüllt
Olympische Ringe in Rio feierlich enthüllt FOTO: afp, va/pa
Düsseldorf. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) würde einen Ausstieg von ARD und ZDF aus der Berichterstattung von Olympischen Spielen bedauern.

"ARD/ZDF sind sehr bewährte und traditionelle Partner des deutschen Sports", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop am Dienstag. "Über Jahrzehnte haben sie eine hohe Kompetenz in der Sportberichterstattung bewiesen. Diese Kompetenz ist unerreicht." Gerade angesichts dieser Kompetenz wäre es "mehr als bedauerlich", wenn die Öffentlich-Rechtlichen nicht mehr über Olympia berichten würden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die europäischen TV-Rechte für die Sommer- und Winterspiele von 2018 bis 2024 an das US-Unternehmen Discovery vergeben. Der Konzern bezahlte für den Zuschlag 1,3 Milliarden Euro.

Dass ARD/ZDF die Übertragungen von Sportveranstaltungen als Reaktion auf den IOC-Deal auch in den Jahren zwischen den Spielen reduzieren könnten, wäre nach Prokops Ansicht sehr problematisch. "Für den deutschen Sport würde eine sehr schwierige Situation entstehen, wenn ARD/ZDF den Umfang der Berichterstattung zurücknehmen würden", warnte er. "Deshalb muss alles getan werden, um eine vernünftige Lösung zu finden."

(dpa)
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