Michael Phelps hat Olympia-Geschichte geschrieben.
Mit zwei weiteren Siegen über 200 Meter Schmetterling und in der 4 x 200 Meter Freistilstaffel hat der US-Schwimmstar bereits elf Goldmedaillen bei Olympischen Spielen gewonnen.
Damit zog er an den bisherigen Rekordhaltern Mark Spitz, Carl Lewis, Paavo Nurmi und Larysa Latynina vorbei, die je neun Goldmedaillen gewonnen hatten.
Auch seine absolute Performance wird Phelps als einen der besten Schwimmer in die Geschichtsbücher eingehen lassen.
In Peking setzte er bei seinen fünf Medaillenerfolgen bislang fünf neue Weltrekorde.
"Er ist auch nur ein Mensch, aber vielleicht von einem anderen Planeten", sagte der Schwimmer Alexander Sukhorukow, der mit dem russischen Team Silber gewann.
Die Spiele in Peking sind für Phelps jedoch längst nicht abgeschlossen.
Mit drei noch ausstehenden Starts könnte er auf insgesamt acht Medaillen kommen.
Auch dies wäre ein neuer Rekord. Er würde dann Spitz überholen, der 1972 bei den Olympischen Spielen in München sieben Goldmedaillen in Schwimmwettbewerben gewann.
"Da ist noch was im Tank", gab sich Phelps nach seinem Siegen vom Mittwoch zuversichtlich. "Ich habe noch drei Wettbewerbe offen."
Beim Schmetterling-Wettkampf hatte Phelps mit seiner Taucherbrille zu kämpfen, sie lief mit Wasser voll.
"Ich kann nichts sehen", sagte er als er sich nach dem Rennen schwer schnaufend am Bahnende festhielt.
Doch auch mit eingetrübter Sicht schwamm er seinen Konkurrenten souverän davon.
Doch auch wenn Phelps etwas gesehen hätte: Diese Bilder gibt es nur von den Unterwasser-Kameras.
Das Dach des Olympischen Schwimmstadions lässt Unterwasser-Fotos ganz besonders aussehen.