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Zwei Tote bei Unfall im April
14 Anklagen nach wegen eingestürztem Olympia-Radweg

Rios Rad-Attraktion eingestürzt
Rios Rad-Attraktion eingestürzt FOTO: dpa, gln cs
Rio de Janeiro. Nach dem Einsturz eines für die Olympischen Spiele gebauten Radwegs in Rio de Janeiro mit zwei Toten werden 14 für die Bauarbeiten verantwortliche Personen angeklagt. Wie das Portal "O Globo" berichtete, laute die Anklage der Staatsanwaltschaft auf Totschlag.

Der entlang der Atlantikküste gebaute Weg ist 3,9 Kilometer lang und kostete 44,7 Millionen Reais (12,2 Mio. Euro).

Er war am 21. April, nur drei Monate nach der Eröffnung, durch hohen Wellengang auf einem 50 Meter langen Teilstück eingestürzt und riss zwei Männer in den Tod. Er sollte mit einem weiteren Teilstück eine durchgängige Strecke von Copacabana bis zum Stadtteil Barra bilden, wo sich der Olympiapark mit den meisten Sportstätten befindet. Er wurde nicht zu Wettkampfzwecken gebaut, sondern galt wegen seines spektakulären Verlaufs als eine neue Touristenattraktion der Stadt.

Der zerstörte Abschnitt ist derzeit gesperrt, es ist unklar, ob er bis zum Beginn der Spiele am 5. August wieder eröffnet werden kann. Insgesamt gibt es bereits ein Radnetz von 450 Kilometern. Die Anklage stützt sich vor allem auf eine unzureichende Berücksichtigung des zu erwartenden Wellenganges durch die verantwortlichen Ingenieure. Bei den Untersuchungen seien zudem weitere Baumängel festgestellt worden.

 

(dpa)
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