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Doping-Skandal in Sotschi
Deutsche Sportler fordern Olympia-Aus für Russland

Gesammelt: Die spektakulärsten Dopingfälle der Sportgeschichte
Gesammelt: Die spektakulärsten Dopingfälle der Sportgeschichte FOTO: The Canadian Press, AP
Moskau/Berlin. Deutsche Spitzensportler haben auf Enthüllungen über angeblich organisiertes Doping russischer Sportler während der Olympischen Winterspiele 2014 reagiert. Sie verlangten den Ausschluss des Landes von den Spielen in Rio.

"Ich wäre dafür, dass keine russischen Sportler zu Olympia in Rio dürfen. Vielleicht muss man mal so drastisch durchgreifen, damit es einen Effekt hat", sagte Skirennfahrer Felix Neureuther der "Bild".

Biathlet Erik Lesser sagte dem Blatt: "Entscheidend wird sein, ob es für diese unglaublichen Anschuldigungen tatsächlich Beweise gibt. Wenn ja, dann muss das normalerweise auch weitreichende Konsequenzen haben." Auch der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Clemens Prokop, setzt sich für ein hartes Durchgreifen ein. "Wenn in Russland so systematisch gedopt wird, sollte die gesamte russische Mannschaft nicht bei Olympia in Rio starten", sagte er.

In der "New York Times" hatte Grigori Rodschenkow, bis 2015 Chef des russischen Doping-Kontrolllabors, detaillierte Dopingvorwürfe gegen Russland während der Winterspiele 2014 in Sotschi erhoben. Die Russen selbst hatten die Vorwürfe am Freitag vehement zurückgewiesen.

(dpa)
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