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Zuschauer buhen US-Torhüterin aus
Erneut "Zika"-Sprechchöre gegen Hope Solo

Olympia 2016: Erneut "Zika"-Sprechchöre gegen Hope Solo
Hope Solo hat sich mit ihren Tweets bei den brasilianischen Zuschauern unbeliebt gemacht. FOTO: dpa, ase
Belo Horizonte. US-Torhüterin Hope Solo hat bei den Olympischen Spielen einen schweren Stand - die Brasilianer verübeln ihr Zika-Warnungen in sozialen Medien. Auch im zweiten Spiel gegen Frankreich gab es am Samstagabend in Belo Horizonte immer wieder "Zika"-Sprechchöre bei Ballkontakten der 35-Jährigen.

Bei einem Abschlag schallte es laut "Ziiiikaaa" durch das Stadion, in dem Deutschland vor zwei Jahren Brasilien im WM-Halbfinale mit 7:1 geschlagen hatte. Ähnlich lief es schon beim 2:0-Auftaktsieg der US-Frauen, als sie Sprechchöre und Buhrufe ertragen musste. So wurde gesungen, als sie einen Ball festhielt: "Ole, ole, Ole, Zika, Zika." Solo zeigte sich in ihrem 200. Länderspiel davon unbeindruckt und sicherte den 1:0-Erfolg der USA im Duell zweier Medaillenanwärter.

Via Twitter hatte Solo ein Bild veröffentlicht, dass ein ganzes Bett voll von Insektenschutzmitteln für den Olympia-Einsatz zeigt. Ein anderes zeigte sie mit einer Moskito-Schutzmaske über den Kopf. Sie hatte zunächst wegen des von Moskitos übertragenen Virus auch einen Verzicht auf Olympia erwogen - weil sie eine Familie gründen will. Das Virus kann Schädelfehlbildungen bei Babys auslösen. Wegen ihrer Tweets schürte sie aus Sicht vieler Brasilianer unnötige Angst - derzeit gibt es nur wenige Moskitos und kaum neue Zika-Fälle.

(dpa)
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