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Olympia
Van Acker führt Beschwerden auf verdreckte Gewässer zurück

Olympia 2016: Evi Van Acker führt Beschwerden auf verdreckte Gewässer zurück
Evi van Acker FOTO: ap
Die belgische Seglerin Evi van Acker führt ihr bislang enttäuschendes Abschneiden bei den Regatten vor Rio de Janeiro auf eine Infektion zurück, die sie sich bei Trainingsfahrten im Olympia-Revier im Juli eingefangen haben könnte.

"Die Ärzte sagen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Bakterien aus der Bucht stammen", sagte van den Ackers Trainer Wil Van Bladel der Zeitung "De Standaard".

Die als Medaillenkandidatin in der Laser-Radial-Klasse gestartete 30-Jährige leidet unter anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden und steht geschwächt von ihrer Erkrankung nach sechs Wettfahrten bislang nur auf Rang zehn. Laut dem Weltseglerverband World Sailing ist van Acker die erste von 380 Athleten, die bei den Olympischen Spielen von Rio über eine Erkrankung infolge des Kontakts mit dem teils verdreckten Wasser klagt.

Im vergangenen Jahr hatte sich der deutsche Olympia-Starter Erik Heil bei einem Testevent vor Rio Infektionen zugezogen und musste tagelang im Krankenhaus behandelt werden. Die Segler ergreifen in Brasilien besondere Hygienemaßnahmen, um der Erkrankungsgefahr vorzubeugen, die vor dem Beginn der Sommerspiele für große Diskussionen gesorgt hatte.

Die Guanabara-Bucht gilt als verdreckt. Fotos von Abfall, toten Tieren, schwimmenden TV-Geräten oder Möbelstücken sorgten in den Monaten vor dem Weltevent immer wieder für Entsetzen. "Es ist nach wie vor eine braune Brühe, und es ist auch noch relativ viel Müll hier drin", sagte der deutsche Laser-Segler Philipp Buhl nach seiner Ankunft in Rio: "Da hat sich nicht viel geändert."

(sid)
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