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Nach Brand im olympischen Dorf
Feuerwehr steht bei Australiern Wache

Olympia 2016: Feuerwehr steht bei Australiern Wache
Der Wohnturm der Australier war am Freitag in Brand geraten. FOTO: dpa, gln cs
Rio de Janeiro. Nach dem Brand im Wohnturm der Australier im Olympischen Dorf von Rio de Janeiro hat die Delegation aus Down Under eine ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahme durchgesetzt. Vorerst wird auf jedem der 17 Stockwerke im Gebäude ein Feuerwehrmann Wache halten.

Die Maßnahme gilt, bis die Brandmelde-Anlage, die zum Zeitpunkt des Zwischenfalls außer Betrieb war, ausreichend getestet wurde.

Dicke Rauchschwaden im und über ihrem Wohnquartier in der Vila dos Atletas hatten am Freitag gegen 17.00 Uhr Ortszeit die australischen Sportler aufgeschreckt, sie räumten umgehend das Gebäude. Im Untergeschoss waren Pappkartons in Brand geraten, der Qualm zog daraufhin durch die einzige Lüftungsanlage bis in die oberen Stockwerke. Das Feuer war jedoch schnell unter Kontrolle.

Ersten Erkenntnissen nach hatte ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel den Brand ausgelöst, was bei der australischen Delegations-Chefin einmal mehr für Verärgerung sorgte. "Es liegt hier viel Müll herum, der von den Handwerkern zurückgelassen wurde. Und es gibt viele Arbeiter, die hier im Dorf rauchen. Die Vila ist kein Ort für Raucher", erklärte Kitty Chiller entrüstet.

Chiller hatte bereits am vergangenen Sonntag bei der Eröffnung des Dorfes mit heftiger Kritik auf die Zustände im Athletenquartier reagiert. Der Einzug der australischen Delegation hatte sich wegen Problemen mit Wasser, Strom und Schmutz in den Apartments um drei Tage verzögert.

(ems/sid)
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