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Verstorbener Kanu-Trainer
Gedenkfeier für Henze im Olympischen Dorf

Die Karriere des Stefan Henze
Die Karriere des Stefan Henze FOTO: ap, LP
Rio de Janeiro. Der Deutsche Kanu-Verband will zusammen mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes und Sportlern am Dienstagnachmittag eine Trauerfeier für den gestorbenen Kanu-Slalom-Trainer Stefan Henze abhalten.

Sie soll nach DKV-Angaben um 16 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) im Olympischen Dorf von Rio de Janeiro beginnen. Teilnehmen soll auch das Rennsport-Team der deutschen Paddler um Olympiasieger Sebastian Brendel. Henze war Disziplintrainer bei der davon losgelösten Slalom-Mannschaft.

Auf Bitten des DOSB wird das Internationale Olympische Komitee am elften Wettkampftag alle deutschen Fahnen zudem auf halbmast setzen.

Henze starb drei Tage nach einem Verkehrsunfall am Montag in Rio de Janeiro an seinen schweren Kopfverletzungen. Der 35 Jahre alte Hallenser hatte am Freitag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Der für Sport zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat tief betroffen auf Henzes Tod reagiert. "Die Nachricht über den tragischen Tod von Stefan Henze hat mich schwer erschüttert. Er hat um sein Leben gekämpft und diesen Kampf schließlich verloren", sagte der CDU-Politiker am Dienstag. "Nicht nur die Sportfamilie trauert. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen."

Ein Leben für den Kanusport

Der aus Halle an der Saale stammende Henze hatte ein Leben für den Kanusport gelebt. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann er im C2 mit Marcus Becker Silber, 2003 war das Duo Weltmeister, 2008 Europameister mit dem Team. In Rio betreute Henze Melanie Pfeifer (Augsburg), Starterin im Kajak-Einer.

Der Kanusport war Henze im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt worden. "Meinen Vater Jürgen Henze habe ich von klein auf die meiste Zeit im Wildwasserkanal gesehen", schrieb Stefan Henze in einem Porträt auf der Website, die er gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Becker betrieb. Jürgen Henze wurde 1971 Weltmeister, später betreute er seinen Sohn als Heimtrainer beim BSV Halle.

"Familie, Freunde, das ist der eine Rückhalt, der mich immer wieder antreibt", schrieb Henze auf der Website www.beckerhenze.de. Er und Becker trainierten auch als Mitglieder der Sportförderkompanie am Olympiastützpunkt Augsburg. Nach einem Sportstudium begann er seine Trainerkarriere.

(dpa/sid)
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