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Vor CAS-Entscheid
Gesperrte Russin Klischina trainiert am Olympiastadion

Darja Klischina: das hübsche Weitsprung-Model
Darja Klischina: das hübsche Weitsprung-Model FOTO: Facebook
Rio de Janeiro. Die russische Weitspringerin Darja Klischina bereitet sich trotz des Ausschlusses durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF offenbar ungerührt auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vor.

Die 25-Jährige trainierte am Sonntagabend während der Wettkämpfe in anscheinend bester Laune auf dem Aufwärmplatz am Olympiastadion - nur wenige Meter von Sprintstar Usain Bolt entfernt.

Die IAAF hatte kurzfristig die Ausnahmegenehmigung für Klischina zurückgezogen, damit wäre ein Start in Rio unmöglich. Klischina, bei der es Unregelmäßigkeiten bei Dopingproben gegeben haben soll, hat dagegen Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt. Eine Entscheidung wurde zeitnah erwartet.

Klischina hatte ursprünglich die Starterlaubnis für die Wettkämpfe erhalten, da sie seit 2013 in Florida lebt und trainiert und sich somit außerhalb des russischen Systems befand. Das würde bedeuten, dass sie auch unabhängig getestet wurde.

Alle weiteren russischen Leichtathleten waren von der IAAF aufgrund des massiven Dopingskandals im Land nicht für die Wettkämpfe in Rio zugelassen worden. Siebenmeterspringerin Klischina sollte am Dienstag in der Qualifikation an den Start gehen.

Russlands Sportminister Witali Mutko kritisierte den Ausschluss heftig. "Das sind bewusste Provokationen, die mit voller Absicht getätigt werden. Ihr Ziel ist der russische Sport", sagte der Politiker am Sonntag der Nachrichtenagentur Tass. Mutko rechnet damit, dass es "nicht die letzte Provokation" gegen russische Athleten gewesen sein wird.

(sb/sid)
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