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Hürdensprint
Brasilianer per Bauchklatscher ins Halbfinale

Hürdensprinter de Oliveira hechtet ins Halbfinale
Hürdensprinter de Oliveira hechtet ins Halbfinale FOTO: dpa, mr
Rio de Janeiro. Joao de Oliveira hat auf den Rängen des Olympiastadions für großen Jubel gesorgt. Der Brasilianer rettete sich über 110 m Hürden mit einem Hechtsprung ins Ziel, klatschte mit der Brust auf die Bahn – umd kam in 13,63 Sekunden weiter.

Gregor Traber (Stuttgart) erreichte als einziger deutscher Hürdensprinter das Halbfinale. Der 23-Jährige lief unter schwierigen Bedingungen 13,50 Sekunden und qualifizierte sich als Dritter seines Vorlaufs direkt für die nächste Runde am Dienstag (20.40 OZ/01.40 MESZ).

"Das Rennen lief schleppender als erwartet, aber ich habe mich durchgekämpft und bin im Halbfinale und freue mich drauf", sagte Traber im ZDF: "Da gehe ich volles Risiko, ich habe nix zu verlieren."

Alexander John (Leipzig) und Matthias Bühler (Weinheim) bekommen eine zweite Chance auf das Halbfinale. Weil es in ihren Vorläufen besonders stark geregnet hatte, dürfen insgesamt acht Läufer aus den Vorläufen eins und zwei aus "Gründen der Fairness" um 23.15 Uhr Ortszeit (04.15 MESZ) noch einmal starten. Das teilte der Weltverband IAAF mit.

Zuvor war John nach der sechsten Hürde ins Straucheln geraten und hatte danach eigentlich keine Chance mehr aufs Weiterkommen. Matthias Bühler (Weinheim) war in 13,82 Sekunden nur Sechster seines Vorlaufs geworden.

Top-Favorit und Hallen-Weltmeister Omar McLeod (Jamaika) hinterließ in 13,27 Sekunden ebenso wie Europameister Dimitri Bascou (13,31/Frankreich) einen starken Eindruck.

Olympiasieger und Weltrekordler Aries Merritt (USA) hatte sich nach einer Nierentransplantation im vergangenen Jahr nicht für Rio qualifiziert. Weltmeister Sergej Schubenkow war wegen des Ausschlusses der russischen Leichtathleten nicht am Start.

Jackie Baumann (Tübingen) verpasste den Halbfinaleinzug über 400-m-Hürden klar. Die Tochter von Barcelona-Olympiasieger Dieter Baumann kam in ihrem Vorlauf in 59,04 Sekunden ins Ziel und blieb damit bei schwierigen Bedingungen fast drei Sekunden über ihrer Bestzeit (56,19). "Ich kann es mir auch nicht richtig erklären", sagte Baumann im ZDF.

(seeg/sid)
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