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Olympia 2016
Judo-Weltverband lässt Russen in Rio starten

Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie
Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie
Köln. Der Judo-Weltverband IJF wird keine russischen Athleten von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ausschließen. In einer Mitteilung unter dem Motto "Der saubere Weg nach Rio" verwies die IJF auf ihre "globale Anti-Doping-Strategie".

84 Prozent aller für Olympia qualifizierten Athleten seien bis vergangenen Dienstag im Training oder Wettkampf getestet worden. "Es wurde jede Gelegenheit genutzt, die Athleten zu kontrollieren", betonte der Verband.

Drei Tage zuvor hatte bereits IJF-Präsident Marius Vizer, 2015 als Präsident aller Sport-Weltverbände (SportAccord) zurückgetreten, den "sauberen russischen Athleten" seine Unterstützung zugesichert: "Wir hoffen, dass sie dabei sein dürfen. Russland ist für das Judo sehr wichtig." Der russische Staatspräsident Wladimir Putin, einst selbst Judoka, ist IJF-Ehrenpräsident.

Im McLaren-Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada über flächendeckendes Staatsdoping in Russland waren auch acht Fälle im Judo aufgeführt.

(jado/sid)
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