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Olympia 2016
Diese Stars fehlen in Rio

Diese Stars fehlen in Rio
Diese Stars fehlen in Rio FOTO: ap, AG LT
Rio de Janeiro. Es gibt auch ein Leben nach den Olympischen Spielen. Auch wenn für viele Sportler, die dieses große Ziel verpassen, erst einmal eine Welt zusammenbricht. In Rio de Janeiro messen sich die Besten – sagt man. Nach dem Doping-Skandal in Russland fehlen aber nicht nur viele Teilnehmer aus der Sport-Großnation, allen voran die Leichtathleten. Auch andere Weltklassesportler müssen passen – oder verzichten freiwillig. Ein Überblick.

VERPATZT

Brasiliens Schwimm-Superstar César Cielo ging baden: In der nationalen Qualifikation kam der Olympiasieger von Peking und Weltrekordler über 50 Meter Freistil überraschend nur auf Platz drei. Aus der Traum vom Heim-Gold.

Weltmeisterin Katharina Molitor konnte sich gegen das nationale Überangebot an erstklassigen Speerwerferinnen nicht durchsetzen. Die Leverkusenerin unterlag auch auf dem Klageweg.

Äthiopiens Läufer-Ass Kenenisa Bekele, dreimaliger Olympiasieger und Weltrekordler über 5000 und 10.000 Meter, wurde von seinem Verband nicht nominiert. Auch nicht im Marathon.

Hürdensprinterin Kendra Harrison kam bei den US-Trials nur als Sechste ins Ziel. Vor einer Woche tröstete sie sich in London mit einem Weltrekord (12,20 Sekunden) – aber auch der bringt ihr kein Olympia-Ticket.

Britta Heidemann, Degen-Olympiasiegerin von Peking und Silbermedaillengewinnerin von London, hat es weder über die Teamwertung noch über die Einzel-Qualifikation geschafft. Sie ist dennoch in Brasilien, weil sie sich um einen Platz in der IOC-Athletenkommission bewirbt.

VERLETZT

Tennisprofi Roger Federer hat die Saison vorzeitig beendet, um die Folgen seiner Knieoperation auszukurieren. Damit ist sein Traum vom olympischen Einzel-Gold wohl für immer geplatzt. Mit dem 34-jährigen Schweizer fehlt einer der größten Stars der Sportwelt.

Christopher Zeller, zweifacher Olympiasieger im Hockey, muss seinen Traum von seiner vierten Teilnahme begraben. Nach einer Knieverletzung ist der Kölner nicht mehr rechtzeitig fit geworden.

Javier Gomez, Olympia-Zweiter von London und fünfmaliger Triathlon-Weltmeister, stürzte vom Rad – Armbruch. Dabei war der 33-jährige Goldkandidat auf dem Rückweg vom Training und nach eigener Aussage mit einer Geschwindigkeit von kaum 15 km/h unterwegs.

Radprofi Alberto Contador, ehemaliger Dopingsünder aus Spanien, muss nach seinem verletzungsbedingten Aus bei der Tour de France passen. Auch der Kolumbianer Nairo Quintana, dem auf dem steilen Kurs in Rio beste Chancen eingeräumt wurden, ist wegen körperlichen Problemen nicht dabei.

VERWEHRT

Tennis-Star Maria Scharapowa ist – unabhängig von den aktuellen Doping-Vorwürfen gegen russische Sportler – nach ihrem Meldonium-Skandal gesperrt. 2012 in London hatte das Glamourgirl noch Silber gewonnen.

VERZICHTET

Der amerikanische Basketball-Superstar Stephen Curry (Golden State Warriors) will lieber seine jüngsten Knie- und Knöchelverletzungen auskurieren. Auch LeBron James vom NBA-Meister Cleveland Cavaliers ist nicht dabei: "Ich könnte eine Pause gebrauchen."

Star-Stürmer Zlatan Ibrahimovic ist nach der EM aus der schwedischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Er stand im vorläufigen Fußball-Olympia-Kader seines Landes, konzentriert sich jetzt aber darauf, "ein Gott" bei Manchester United zu werden. Portugals Europameister Cristiano Ronaldo und Argentiniens Weltstar Lionel Messi hätten in der Vorrunden-Gruppe D aufeinandertreffen können. Aber Rio steht nicht auf ihrem Plan.

Wegen des Zika-Virus und gesundheitlicher Bedenken reisen so einige Sportler nicht nach Rio: die Tennisprofis Tomas Berdych (Tschechien), Wimbledon-Finalist Milos Raonic (Kanada) und Simona Halep (Rumänien) zum Beispiel.

VERWEIGERT

Auch Golfprofi Rory McIlroy, der frühere Weltranglisten-Erste aus Nordirland, begründete seine Absage mit dem Zika-Virus. "Angenehme Ausrede", meinte der deutsche Teilnehmer Martin Kaymer. Zumal McIlroy das olympische Turnier "belanglos" findet. Gleich 20 Golfer verzichten, darunter Branchenprimus Jason Day aus Australien, US-Open-Champion Dustin Johnson und Jordan Spieth (ebenfalls USA).

(seeg/dpa)
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