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Wird Sperma eingefroren?
Gasol fährt trotz Zika-Angst nach Rio

Olympia 2016: Pau Gasol fährt trotz Zika-Angst nach Rio
Pau Gasol hat nun doch für Rio zugesagt. FOTO: dpa, vmo cb jak
Barcelona. Basketball-Superstar Pau Gasol wird trotz seiner Bedenken wegen des in Brasilien grassierenden Zika-Virus bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für die spanische Nationalmannschaft auflaufen, trifft aber besondere Vorkehrungen.

Das kündigte der 35-Jährige auf der Website der spanischen Sporttageszeitung Marca an. Für den 2,13 m großen Gasol ist es die vierte Teilnahme an den Sommerspielen. "Ich habe mich entschieden, dem Team zur Verfügung zu stehen. Mein Wunsch, beim Team zu sein, ist größer als die Angst vor dem, was passieren könnte", sagte der Center des NBA-Klubs Chicago Bulls. Zuletzt hatte Gasol öffentlich über einen Verzicht nachgedacht, da ihn die Zika-Problematik beunruhige. "Ich glaube, es ist wichtig, ernsthaft über das Thema nachzudenken", sagte Gasol, der hofft, dass die "richtigen Maßnahmen ergriffen werden", um allen Athleten ausreichenden Schutz zu bieten.

Lässt Gasol sein Sperma einfrieren?

Aus Angst vor einer Erkrankung denkt Gasol angeblich sogar darüber nach, vor der Reise nach Brasilien seine Spermien einfrieren zu lassen. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen. "Wir müssen den Behörden vertrauen, aber etwas Unsicherheit bleibt", sagte er.

2008 in Peking und 2012 in London hatte Gasol mit Spanien nach Finalniederlagen gegen die USA jeweils Silber gewonnen. Auch in Brasilien gehören diese beiden Mannschaften zu den großen Favoriten auf den Olympiasieg. Am Montag wird Spaniens Nationaltrainer Sergio Scariolo seinen zwölfköpfigen Olympiakader bekannt geben.

(sid)
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